Donnerstag, 24. Dezember 2015

Zukunftspost: Weihnachten: Das Neue ist schon da!

Zukunftspost: Weihnachten: Das Neue ist schon da!: Donnerstag, 24. Dezember 2015
Weihnachten: Das Neue ist schon da!
Lieber Willy, vielen Dank für Deine Weihnachtsgeschichte und Deine lieben Wünsche! Deine Geschichte hat mich zum Nachdenken angeregt, was dieses heurige Weihnachten so besonders macht. Es ist eigentlich ganz einfach aus Deiner Weihnachtsgeschichte herauszulesen: Wir sind endgültig im „Neuen“! Weihnachten ist ja das Fest des Neuanfangs, der Geburt des Retters. Und diese Weihnachten fühlen sich sehr danach an, dass dieser Neuanfang real geworden ist. Was aber heißt das, ein Neuanfang? Dazu einige kurze Überlegungen, die teilweise die Gedanken Deiner Weihnachtsgeschichte fortsetzen. Das Neue, das sich in dieser Zeit eben als etwas „Kleines“ manifestiert, ist nicht mehr und nicht weniger als ein neues Weltbild. Wir haben ja in unserer Zukunftspost dieses Weltbild immer wieder aus allen möglichen Blickwinkeln diskutiert und Dein schönes Bild von Schrödingers Klavier ist wohl eine sehr kondensierte Darstellung dieses Weltbildes: Wir leben in einer vollständigen Einheit, wir schaffen das, was wir Realität nennen, durch unsere Wahrnehmung, Raum und Zeit sind nichts anderes als unsere Art, diese Realität zu strukturieren, wir sind die „Frequenzweichen“, die die unterschiedlichen Wechselwirkungen (Deine Frequenzen) wahrnehmen, verknüpfen und mit dem Sinn versehen, der eben aus unserem Weltbild entspringt. Die Folgerungen dieses Lebens in der Einheit haben wir schon erörtert, sowohl im Hinblick auf die Natur als auch was die Erkenntnis dessen für unsere gesellschaftliche Entwicklung bedeutet. Dem will ich heute nichts hinzufügen, heute ist ja Weihnachten vor der Tür und ich möchte ein paar Weihnachtsgedanken einbringen, die uns vielleicht helfen, dieses Neue zu sehen und auch richtig einzuordnen. Ein wichtiger Gedanke ist, dass das Neue „klein“ ist. Schon mein verehrter Teilhard de Chardin hat ja dargestellt, dass man die Anfänge nie findet, sie seien zu „zart“. Na wenn das nicht ein Hinweis auf das Weihnachtswunder ist, was dann? Auch mit dem „Neuen“ verhält es sich so: Weltbilder haben keinen „Anfang“, niemand „erfindet“ Weltbilder, sie sind irgendwann einfach da und manifest und schön. Keiner kann sagen, wie viele konkurrenzierende Weltbilder verschwunden sind, bevor sie wirksam werden konnten. Das, das sich schlussendlich durchsetzt, ist das Ergebnis der Evolution all seiner Quellen, ein Produkt der Selbstorganisation. Aber wenn das Kind einmal da ist, dann hält es niemand mehr auf! Ein zweites noch, auch aus Deinem Weihnachtstext: Alles Neue hat quasi einen „migrantischen“ Hintergrund. Die Weihnachtsgeschichte erzählt ja von der Flucht, von dem Leben in der Fremde und dem Kommen aus der Fremde. Neues ist immer Fremd, kommt immer von „dort“ und nicht von „hier“. Sonst wäre es ja auch nicht neu, es wäre nur „more of the same“. Und damit schlägt dem Neuen natürlich auch alles das entgegen, was dem Fremden entgegenschlägt: Misstrauen, Ablehnung, Angst. Das Neue muss sich erst seinen Weg durch diese Widerstände bahnen. Das ist auch gut so, denn Neues muss kraftvoll werden, damit es nicht nur Neues ist sondern auch neu macht. Das Kind muss eben wachsen! Und schließlich noch ein dritter Weihnachtsaspekt: Das Neue wird nicht den Palästen geoffenbart, sondern den Hirten. Und auch das sehen wir heute in der Entwicklung des neuen Weltbildes. Es kommt nicht über den hierarchischen Weg „von oben“, als Staatsideologie oder als vorherrschendes Wirtschaftssystem. Es kommt von unten, von den Menschen, die sich ändern weil sie die Welt anders sehen. Erst wenn sich diese Grundströmung verfestigt reißt sie auch die bisherigen Machtstrukturen mit in den Strom der Neuerung. Ein bisschen was davon sehen wir schon, wenn Bürger nicht mehr warten, bis der Staat etwas unternimmt, sondern eben selber handeln, ihrem Gewissen und ihrer Welteinsicht gehorchend. Lieber Willy, soweit meine kurzen Weihnachtsgedanken. Ich glaube wirklich und fest daran, dass wir in diesen Tagen wahre Weihnachten erleben. Damit wünsche ich Dir und Deiner Familie ein gesegnetes Fest! Michael
Eingestellt von Michael Narodoslawsky um 08:30
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Michael Narodoslawsky

Weihnachten: Das Neue ist schon da!

Lieber Willy, vielen Dank für Deine Weihnachtsgeschichte und Deine lieben Wünsche! Deine Geschichte hat mich zum Nachdenken angeregt, was dieses heurige Weihnachten so besonders macht. Es ist eigentlich ganz einfach aus Deiner Weihnachtsgeschichte herauszulesen: Wir sind endgültig im „Neuen“! Weihnachten ist ja das Fest des Neuanfangs, der Geburt des Retters. Und diese Weihnachten fühlen sich sehr danach an, dass dieser Neuanfang real geworden ist. Was aber heißt das, ein Neuanfang? Dazu einige kurze Überlegungen, die teilweise die Gedanken Deiner Weihnachtsgeschichte fortsetzen. Das Neue, das sich in dieser Zeit eben als etwas „Kleines“ manifestiert, ist nicht mehr und nicht weniger als ein neues Weltbild. Wir haben ja in unserer Zukunftspost dieses Weltbild immer wieder aus allen möglichen Blickwinkeln diskutiert und Dein schönes Bild von Schrödingers Klavier ist wohl eine sehr kondensierte Darstellung dieses Weltbildes: Wir leben in einer vollständigen Einheit, wir schaffen das, was wir Realität nennen, durch unsere Wahrnehmung, Raum und Zeit sind nichts anderes als unsere Art, diese Realität zu strukturieren, wir sind die „Frequenzweichen“, die die unterschiedlichen Wechselwirkungen (Deine Frequenzen) wahrnehmen, verknüpfen und mit dem Sinn versehen, der eben aus unserem Weltbild entspringt. Die Folgerungen dieses Lebens in der Einheit haben wir schon erörtert, sowohl im Hinblick auf die Natur als auch was die Erkenntnis dessen für unsere gesellschaftliche Entwicklung bedeutet. Dem will ich heute nichts hinzufügen, heute ist ja Weihnachten vor der Tür und ich möchte ein paar Weihnachtsgedanken einbringen, die uns vielleicht helfen, dieses Neue zu sehen und auch richtig einzuordnen. Ein wichtiger Gedanke ist, dass das Neue „klein“ ist. Schon mein verehrter Teilhard de Chardin hat ja dargestellt, dass man die Anfänge nie findet, sie seien zu „zart“. Na wenn das nicht ein Hinweis auf das Weihnachtswunder ist, was dann? Auch mit dem „Neuen“ verhält es sich so: Weltbilder haben keinen „Anfang“, niemand „erfindet“ Weltbilder, sie sind irgendwann einfach da und manifest und schön. Keiner kann sagen, wie viele konkurrenzierende Weltbilder verschwunden sind, bevor sie wirksam werden konnten. Das, das sich schlussendlich durchsetzt, ist das Ergebnis der Evolution all seiner Quellen, ein Produkt der Selbstorganisation. Aber wenn das Kind einmal da ist, dann hält es niemand mehr auf! Ein zweites noch, auch aus Deinem Weihnachtstext: Alles Neue hat quasi einen „migrantischen“ Hintergrund. Die Weihnachtsgeschichte erzählt ja von der Flucht, von dem Leben in der Fremde und dem Kommen aus der Fremde. Neues ist immer Fremd, kommt immer von „dort“ und nicht von „hier“. Sonst wäre es ja auch nicht neu, es wäre nur „more of the same“. Und damit schlägt dem Neuen natürlich auch alles das entgegen, was dem Fremden entgegenschlägt: Misstrauen, Ablehnung, Angst. Das Neue muss sich erst seinen Weg durch diese Widerstände bahnen. Das ist auch gut so, denn Neues muss kraftvoll werden, damit es nicht nur Neues ist sondern auch neu macht. Das Kind muss eben wachsen! Und schließlich noch ein dritter Weihnachtsaspekt: Das Neue wird nicht den Palästen geoffenbart, sondern den Hirten. Und auch das sehen wir heute in der Entwicklung des neuen Weltbildes. Es kommt nicht über den hierarchischen Weg „von oben“, als Staatsideologie oder als vorherrschendes Wirtschaftssystem. Es kommt von unten, von den Menschen, die sich ändern weil sie die Welt anders sehen. Erst wenn sich diese Grundströmung verfestigt reißt sie auch die bisherigen Machtstrukturen mit in den Strom der Neuerung. Ein bisschen was davon sehen wir schon, wenn Bürger nicht mehr warten, bis der Staat etwas unternimmt, sondern eben selber handeln, ihrem Gewissen und ihrer Welteinsicht gehorchend. Lieber Willy, soweit meine kurzen Weihnachtsgedanken. Ich glaube wirklich und fest daran, dass wir in diesen Tagen wahre Weihnachten erleben. Damit wünsche ich Dir und Deiner Familie ein gesegnetes Fest! Michael

Fürchtet Euch nicht, lasst uns Angst in Zukunft wandeln

Lieber Michael, Eine Weihnachtsgeschichte Meine letzte Blogpost war - ein richtiger Rundumschlag - Ich muss gestehen sie war sehr, sehr unstrukturiert und schwer verständlich. Dies versuche ich nun hoffentlich besser machen. Ich möchte heute mit Dir lieber Michael zum Weihnachtsfest über Raum und Zeit und Feuer Wasser Luft und Erde plaudern. Denken wir uns ein Klavier wo alle Frequenzen aufgereiht sind. Wollen wir es das Schrödinger Klavier nennen weil er dieses erfunden hat und sortieren wir es nach Oktaven wie in der Musik wobei bei > 20 Hertz die Zeit, den Puls, den Takt und die Abfolge dieser angibt. Steigt die Schwingungszahl über 20 Hertz/Sekunde registrieren unsere Sinne, eine Farbe, einen Ton oder einen Druck. Im Gehirn werden alle diese Eindrücke verschränkt und als Raum und Zeit wahrgenommen. Wir sind nun zum Ergebnis gekommen, dass bei Raum und Zeit eine Verschränkung von Zeit Frequenzen < 20Hz mit Raum Frequenzen > 20Hz Töne, Farben und Drücke wahrgenommen werden. Die gesamte menschliche Wahrnehmung und unsere Intelligenz scheinen also eher Funktionen unserer Sinnes Physiologie zu sein als dem physikalischen Standardmodell anzugehören. Andere Organismen dagegen weisen die Bifurkation (Frequenzweiche) in Raum und Zeit bei anderen Frequenzen oder gar nicht auf. Warum nun soviel Physik und noch dazu zum Weihnachtsfest? Hier endet auch schon mein Exkurs in die Physik. Einer Physik der es bisher nicht gelungen ist die Existenz und Herleitung von Raum und Zeit zu klären. Der Graben zwischen Physik in der die Entropie (Zufall) dauernd zunimmt und Biologie in der sich spontan Ordnung bildet scheint für viele noch immer nicht geklärt zu sein. Raum und Zeit befinden sich ziemlich in er Mitte der Tastatur auf Schrödingers Klavier und es gibt dort an jedem Ort zu jeder Zeit nur ein Optimum und zwei Pessima nämlich ein Zuviel und ein Zuwenig. Die Güte des Systems kann man an der Gleichmäßigkeit der Energieverteilung und an den Dämpfungsfaktoren für die einzelnen Prozesse festlegen. Wir kommen nun schon zur Schöpfungsgeschichte unseres Planeten und seiner Besiedlung durch Organismen: Gott schied Wasser und Land und schuf im Wasser und zu Land meist ortsgebundene Pflanzen, Paare bzw. Schwärme von Fischen im Wasser und Vögel in den Lüften. Danach schuf Gott die Menschen als Mann und Frau. Er nahm dazu Erde und mischte diese mit Wasser und hauchte ihnen eine Seele ein. Und der Geist Gottes schwebte über den Wassern und Gott fand seine Schöpfung gut. Nach 7 Tagen war er müde und ruhte, nachdem er die beiden ersten Menschen im Paradies zurückgelassen hatte und ihnen verboten hatte vom Baum der Erkenntnis zu essen. als sie dies trotzdem taten wurden Sie vom Paradies rausgeschmissen und trugen den Makel der Erbsünde, so die Bibel, dabei sind sie anscheinend ihrer angeborenen Intelligenz verlustig gegangen indem sie die Ordnung durch Chaos und Zufall ersetzten aber dafür ein wenig "Rückwärts blickend vorwärts schauen konnten". Dies hatte Konsequenzen, Alle Organismen sind höchst intelligente Geschöpfe (optimierte Raum-Zeitmaschinen) die mittels des Evolutionsprozesses jedes zu jeder Zeit am richtigen Ort das richtige tun und nach dem Gesetz des kleinsten Zwanges in orts- und Zeit-eingebundenen Räumen und Energiemustern mit den dort vorhandenen Ressourcen nachhaltig wirtschaften. Sich nach den Regeln der Selbstorganisation vergesellschaften, die offenen Stoffkreisläufe laufend zu schließen versuchen und dadurch die Verluste an Ressourcen minimieren können. Organismen breiten sich auf der Erdoberfläche aus während die weniger gut angepassten schrumpfen und tote Mitglieder der Gesellschaften sich nicht mehr vermehren können. Vergleichen wir unsere Staaten mit Ökosystemen so sind beide offene Systeme. Organismengesellschaften die nur mit den Ressourcen vor Ort und der freien Energie wirtschaften sind nachhaltiger und zukunftsfähiger. Als freie Energien gelten außer der Sonneneinstrahlung, die Gravitation (Schwerkraft), die Kapillarkraft, und die Oberflächenspannung (Zerteilungsgrad und polare Kräfte) die verlustfrei zu nutzbaren potentiellen orts und zeiteingebundenen Energien chemische Bindungsenergien zB. Ammoniumnitrat, das man mit ein bisschen chemischer Intelligenz mit Wasser gemischt zur Düngung von Böden verwendet und als Raketentreibstoff zu verwenden. Dies geschieht ähnlich wie die Photosynthese der Pflanzen und spaltet Wasser zu Knallgas, könnte durch Lösung im Wasser beherrschbar gemacht werden und liefert ungefährliches N2 als Emission. Die Intelligenzbilanz unserer Gesellschaften ist bedrückend während die Organismen allesamt aus Zellen bestehen die innerhalb des Körpers die wichtigsten Funktionen internalisiert haben und durch externe Kopplungen für weitere Funktionen adaptierbar sind. Ihre Erbmassen speichern den Evolutionsprozess als dynamischen Informations-Träger der Orts und Zeiterfahrung in seiner Struktur und Wechselwirkung. Durch den Stoffwechsel eliminieren die Organismen den Zufall dynamisch und streben einen zufallsfreien Raum an (Vollständiger Raum mit höchst möglichem Wirkungsgrad und Raum-Zeit optimierter Stabilität. Von einer ausgeglichenen Energiebilanz (Einstrahlung = Ausstrahlung) in Raum und Zeit fehlt dabei jede Spur. Blumen und Tiere sind dagegen noch im Paradies und ohne Erbsünde. Unsere Gesellschaften machen es gerade umgekehrt. Bei oft hohen Steuern produzieren sie meist noch höhere Schulden, indem Sie mit Krediten an die Käufer-Gesellschaften die Produkte subventionieren und dadurch die Arbeitslosigkeit zu mindern glauben, Sie Schüren vorrangig globale Ängste anstatt Hoffnung zu verbreiten Sie glauben mittels redundanter Wahlprozeduren und demokratisch auf fünf oder sechs Ebenen beschlossenen Gesetzen mit Unversalitätsanspruch (gelten immer und überall) die Natur zu Steuern und versuchen mit Ihren Mitteln rückgekoppelte raumzeitlich optimierte Organismen Gesellschaften zentralistisch zu steuern und zerstören sie dabei, Würde man für die einzelnen menschlichen Gesellschaften auf dieser Basis ein gesellschaftliches Intelligenzrating durchführen so stünde es sicher nicht zum Besten. „An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen“ Wasser, das einzig polare, in Raum und Zeit energieverteilende Medium ermöglicht es in einem Temperaturbereich zwischen Gefrier- und Siedepunkt physikalische, chemische und biologische Prozesse an der Erdoberfläche zu verschränken kommt auf unserem Planeten in jeder Menge vor und verwendet in fast jedem Organismus zu fast über 96 % der Energie der direkt eingestrahlten Energie für die Verdunstung von Wasser. Die Energie für die Photosynthese beträgt dagegen höchstens 2-3 %. Dies ergibt noch immer die Möglichkeit mit freier Energie Wüsten zu begrünen, Städte zu kühlen, Emissionen zu vermeiden und das Klima zu retten. Die Verwendung von nur freier Energie nach Art der Organismen stellt einen guten Ansatz dar für die Lösung der meisten Umwelt- aber auch durch intelligente Kopplung der meisten gesellschaftlichen Probleme dar. Ich glaube und hoffe jedoch nach den massiven Debatten der letzten Tage und Wochen in fast allen Nationen an einen Streifen von Hoffnung am Horizont. Es ist noch Advent und uns wird in Betlehem in einem Stall ein Kind geboren das bald ein Flüchtling wird und mit Vater und Mutter auf einem Esel nach Ägypten fliehen muss, der uns, als Mensch gewordener Sohn Gottes, von unserer Erbsünde erlöst hat, indem er von uns gekreuzigt wurde, auferstanden ist und uns gelehrt hat die Feinde zu lieben, der ohne Waffen auch nur einmal mit Brachialgewalt korrupte Zöllner und Banker aus dem Tempel vertrieben hat. Er hat uns geliebt, immer wieder verziehen und bei der Bergpredigt die Menschen gespeist. Ich glaube mehr an eine raum- und zeitlose übergeordnete immaterielle Existenz, die vor den Menschen, vor der Geburt und nach dem Tod wirkt und uns bedingungslos liebt,als an dunkle kalte Materie und schwarze Löcher, Reisen in die Zukunft und einen Krieg der Sterne. Das „Laudato si“ Dokument von Franziskus hat mich einmal mehr bestärkt in diesem Glauben. Ich glaube auch, dass Allah und Gott nur ein Gott sein können und wir deshalb unsere Glaubensbrüder anstatt Sie zu bekriegen an die Hand nehmen sollten und Ihnen ermöglichen sollten mit einer entsprechenden Ausbildung in Ihrer Heimat Wüsten zu begrünen, Tau und Blumen zu erleben, Städte zu kühlen, Müll und Emissionen zu beseitigen und an Gewässern mit ihren Familien damit das Klima zu retten und in Frieden leben können „ad majorem gloria dei. Uns wird in Betlehem ein Kind geboren „Gloria in altissimis Deo et in terra pax in hominibus bonae voluntatis! Ein Frohes gesegnetes Weihnachtsfest und ein 2016 in Gesundheit und mit Erfolg Willy

Sonntag, 8. November 2015

Der Prozess des gesellschaftlichen Wandels.

Lieber Michael Vom Himmel kommt es, zum Himmel steigt es und wieder nieder zur Erde muss es, ewig wandern. (Göthe: das Wasser). So möchte ich Deinen ungewöhnlich inspirierenden Brief bereits heute beantworten. Ich pflichte Dir bei, dass auch mich die Enzyklika von Papst Franziskus „Laudato si“ in unerwarteter Weise tiefgehend beeindruckt hat. Es war wirklich das erste mal, dass Nachhaltigkeit in einer Prozess-verständlichen Weise ausgedrückt wurde. Seine Enzyklika hat auch bereits meinen Wiedereinstieg in die Zukunftspost mit dem Brief über die notwendige Utopie motiviert. Nun möchte ich mich heute mit dem Prozess der gesellschaftlichen Nachhaltigkeit im Licht dieses Verständnisses und Deiner Anregungen beschäftigen. Deinen Zeilen habe ich entnommen, dass auch Du diese Gedanken teilst und weiterführst. Das hat mich weiter ermutigt, aufbauend auf Deinem letzten Brief, diese Gedanken weiter zu verfolgen. Als einen Grundfehler unserer Demokratie sehe ich die Überbewertung und Überstrukturierung unserer Staaten durch Wahlen auf den übergeordneten Ebenen. Nachdem der Staat vom Volk gebildet und von diesen legitimiert sein soll, müssten parteilose aber professionelle Politiker, Lobbys, Verbände und Besteuerungsrecht den Kommunen zugeordnet bzw. den Wahlen in den Kommunen nachgeordnet werden. Eine Delegation von diesen als Vertrauensleute gewählten Personen würde vollständig ausreichen die nachgeordneten Belange der Verwaltung und der Gesetzgebung überregional zu erfüllen. Wobei jede Gesetzgebung für einen Staat das Kriterium der Zukunftsfähigkeit dieses Staates erfüllen müsste. Dies würde bedeuten dass die Zukunft der kommenden Generationen innerhalb der Staatsgrenzen zum übergeordneten Leitbild jeden Staates werden und damit eine Übernutzung bzw. Degradierung des Prozesses Natur an jedem Ort und zu jedem Zeitpunkt weitgehend ausgeschlossen werden. Unsere Staaten bzw. Gesellschaften würden damit den Prozess Natur als für die Gesellschaft notwendigem Tragwerk anerkennen und abbilden und die Summe der Gemeindeflächen in den einzelnen Einzugsgebieten könnten die raumzeitlich eingebettete Grundstruktur eines zu verwaltenden Kontinuums nämlich der Landesfläche und des betreffenden Staates werden. Der Grund für eine solche Änderung läge darin, dass Gesetze mit dem Anspruch der Universalität (unabhängig von Raum und Zeit) die Prozesse in der Natur nicht abbildet und damit zwangsläufig der Prozess Natur nachhaltig beschädigt wird. Dies geschieht vorrangig durch die Eingriffe in den Wasserhaushalt, in die das Klima, die Zusammensetzung und Verteilung der Atmosphäre sowie in die Verteilung der Vegetationsdecke. Dafür gibt es genügend Erfahrung von historischen Kulturvölkern, (Mittelmeerraum, Südamerika, Nördliche Küste Afrikas, Babylon) wo Wasserwirtschaft in Kombination mit der Landwirtschaft betrieben wurden, sowie in beschleunigtem Ausmaß in Ländern wo sich die Wüsten ausbreiten oder die Aufrechterhaltung der Subsistenz mit erhöhtem weltweitem Transport von Industriegütern begegnet wird. Schuld an diesem Zustand ist ganz grundsätzlich die wenig intelligente Politik für die Steuerung von Staaten, die noch immer nach dem römischen „divide et impera“ (teile und herrsche) alles beliebig aufteilen bevor sie ein übergreifendes Staatsziel formuliert haben. Trotz des Beamteneides für jeden Administrator gibt es keine Staatsziele wie z.B. die Schöpfung von Zukunft für kommende Generationen, die anstatt die kommende Generation im Verständnis der Prozesse von Wechsel-Wirkungen zwischen der menschlichen Gesellschaft und ihrer Umwelt zu schulen, eine Bildung zu Experten für diverse Objekte die eine stetige Mehrung des Bruttosozialprodukts vorsieht, obwohl dies bei einer natürlichen Grenze der Ressourcen selbst bei einem Wirkungsgrad unserer Tätigkeit mit einem Recyclingsgrad von 100 % einem Verkauf eines perpetuum mobiles gleicht und eigentlich ein Betrugsdelikt darstellen würde. Wir sind sozusagen wieder einmal mit dem Turmbau zu Babel beschäftigt. Die Sprachen (der einzelnen Experten) sind verwirrt und das Ende unseres Menschseins sowie des Turmbaus naht in beschleunigtem Ausmaß. Obwohl wir dies alles wissen werden jährliche Klimagipfel zelebriert. In Paris soll versucht werden eine Ächtung und Besteuerung eines der drei wichtigsten Lebensgase zu erreichen. Neben dem Wasser(dampf) und dem Sauerstoff ist Kohlendioxid eines der wichtigsten Lebensgrundlagen. Diese Gase zeichnen sich dadurch aus, dass sie für jeden natürlichen Lebensprozess unverzichtbar sind. Zur Zeit ist CO2 noch der das Leben nach oben begrenzende Faktor. Zusatz von CO2 in Glashäusern bei gleichem Licht steigert die Produktivität lässt der Pflanzen. Während das Fehlen von Wasserdampf und Niederschlag in den Wüsten nach unten den Lebensprozess begrenzt. Das zweite Beispiel für den Verfall gesellschaftlicher Vernunft soll die Jagd nach industriellen Sündenböcken für die Produktion von Emissionen wie sie an VW demonstriert wird, sein. Eigentlich müsste jeder Volksschüler wissen, dass der Treibstoff den man in ein Fahrzeug tankt bei Verbrennung in eine bestimmte Menge bekannter Gase verwandelt wird, genau wie bei jedem Organismus. Jeder Liter Wasser scheint im Wasserhaushalt der Organismen als Urin, Schweiß oder in den Fäkalien auf, die im Allgemeinen in der Umwelt raumzeitlich als Emissionen verteilt werden. In unserer Gesellschaft brauchen wir Messungen und Besteuerungen für den Verkauf der Treibstoffe, Dann werden seitens unserer Gesellschaften sämtliche Bürger zu Alzheimerpatienten erklärt und nach Akklamation seitens der Bevölkerung nach praxisnahen Messungen der Emissionen ein zweites mal für die verbrauchte Treibstoffmenge proportional besteuert. Obwohl die Schädlichkeit von CO2 für das Klima bisher kaum irgendwo nachgewiesen wurde und nur auf einer Strahlungsbilanz ohne Bilanzzeitraum und ohne Berücksichtigung von der zeitlich höchst relevanten Energiedissipation erfolgt ist. Wasser(dampf) das wichtigste dissipative Lebens- Kühl-, Reaktions- und natürliche Transportmittel wurde aufgrund fehlender Kenntnisse der Verteilungen bzw. Rückkopplungen weder modellierbar noch rechenbar einfach weggelassen Zu diesem Zweck brauchen wir jedes Jahr eine Klimakonferenz, die dieses Babylon-Syndrom demokratisch beschließt um diese Besteuerung reinzuwaschen und als Klimaschutz zu verkaufen. Der „Arbeitsmarkt“ jubelt, mussten doch zusätzliche Behörden für die Kontrolle des Verkaufs, der Unbedenklichkeit der Waren, aufgestockte Finanzbehörden und erweiterten Verwaltungsstellen für Klima- Natur- und Umweltschutz sowie auf Schulden unsere systemrelevanten Banken eingerichtet und ausgestattet werden. Das sogenannte neue Verständnis für Demokratie fordert Sachverständige für Transparenz und es werden sogar neue Parteien mit dem Ziel die Umwelt zu schützen gegründet. Ein sicheres Maß für unser Demokratie-Verständnis wäre dagegen wenn sich die Entwicklung der Wahlbeteiligung auf den verschiedenen Ebenen, in der Anzahl der Abgeordneten widerspiegeln würde, so wie sich in der Natur die Rückkopplungen an die Systemfunktion als Treiber für den Naturprozess Evolution erfolgreich erweisen. Für mich war der ambivalente Angriff auf die Industrie sicherlich eine Motivation diesen Brief zu schreiben, da ich in diesem babylonischen Prozess einen Indikator für die Dringlichkeit einer notwendigen Perestroika als sicherlich schmerzhafte Bifurkation bzw einen politischen Geburtsprozess sehe. Diese könnte in nur einer Wahl in der Kommune bestehen, wo man die gewählten Personen kennt und die Vertrauensbasis der Personen die Wahl bestimmte. Damit wären die politischen Parteien und ihre Organisationen überflüssig, Lobbytätigkeit kaum mehr machbar und nur kommunale bzw. regionale Körperschaften sinnvoll. Die Sozialsysteme würden durch ein bedingungsloses Grundeinkommen von der Wiege bis zur Bahre gewährleistet, dadurch könnten Pensions- und Versicherungskassen sowie die Verwaltung von Lohnnebenkosten entfallen. Als Steuern würden neben der Mehrwertsteuer nur eine progressive Bodenwertsteuer mit einem demokratisch zu bestimmenden Freibetrag am unteren Ende anfallen. Besitzlose würden ihren Freibetrag an größere Grundbesitzer marktgerecht verpachten können und damit ihr Grundeinkommen aufbessern. Die Ausgaben für den Umweltschutz würde zur Zukunftssicherung für die Landschaftsbewirtschafter leistungsgerecht vergütet. Die Landbewirtschaftung würde wieder anstatt der Industrie eine tragende Säule der Gesellschaft darstellen und kommunal nach Zugehörigkeit zu Wassereinzugsgebieten gegliedert werden. Du hast in Deinem Brief auf eine höchst zutreffende Art und Weise die Geburtswehen einer neuen zukunftsfähigen Gesellschaft geschildert und so die schmerzhaften Prozesse der Angst und der Verunsicherung der angenommenen Gefahren der in unserem Großversuch dargestellten Bifurkation einer Gesellschaft durch immer notwendige Polarisationen dargestellt. Vielleicht ist es eben die Intensivierung der Beschäftigung mit dem Prozess Natur (wird als solcher kaum an Universitäten gelehrt) der für unsere Gesellschaft das Tragwerk bildet und die Möglichkeit für jeden seine Subsistenz zu erwirtschaften darstellt. Sehr viel Arbeit, industrielle Arbeitsplätze, die kommerziellen Arbeitsplätze und die oft überflüssigen Verwaltungsarbeiten werden bei dem immensen Energieangebot, das uns die Sonne beschert (c.350 Watt mittlerer Anschlußwert) sukzessiv entfallen. Diese Energie gilt es zusammen mit allen anderen Organismen möglichst verlustarm zu dissipieren was außerdem durch die zunehmende Nutzung von intelligenteren Maschinen mit stetig verbessertem Wirkungsgrad und verbesserter Kreislaufführung der Stoffe unterstützt wird. Diese gesellschaftliche Entwicklung zwingt uns jedoch die heutige Art von einer Arbeit mit einfach zu monetarisierenden Objekten - wobei auch die Arbeitskraft x Arbeitszeit - zum Objekt verkommt, zunehmend durch eine flexiblere für Menschen gerechtere Beschäftigung mit variableren Beschäftigungszeiten zu ersetzen sein wobei eine eigenverantwortliche Steuerung von natürlichen und sozialen Prozessen im Zentrum stehen wird. Dies könnte natürlich nur dann erfolgen wenn ein bedingungsloses Grundeinkommen für jeden von der Wiege bis zur Bahre inklusive einer gesicherten Gesundheitsvorsorge als wichtigste Innovation mit dem Ziel die Geldkreisläufe durch Aufwertung der Konsumenten gegenüber der Produktion auf nationaler Basis kurzzuschließen. Krisen sicherer zu gestalten und bei einer Regionalisierung eine starke Verringerung der Transportwege zu erzielen . Die kommunal organisierten Zellen würden anstatt Arbeit, Grundressourcen wie Bodenwert und die darauf fallende Energie nach Ihrem Verkaufswert progressiv besteuern bei einem demokratisch beschlossenem Freibetrag am unteren Ende der Bodenwerte. Besitzlose Bürger könnten ihre Bodenwertfreibeträge maximal auf Lebenszeit an größere Grundbesitzer für Geldwertes verpachten um für die Grundbesitzer die Progression zu mindern. Wobei sich mit hoher Wahrscheinlichkeit die gesellschaftliche Kohärenz bzw. Solitarität verbessern würde. Der Vorteil einer solchen Vorgehensweise wäre das Verschwinden von Bodenspekulationen, das Verschwinden von Lobbys und von überregionalen überflüssigen Körperschaften, der Aufbau zellularer Kommunalstrukturen mit minimalem Aufwand und verbesserter gesellschaftlicher Kohärenz durch Möglichkeit zur gegenseitigen Abhängigkeit. Es könnte das Steuersystem dahingehend umgestellt werden, dass nur mehr eine Mehrwertsteuer sowie die progressive Ressourcensteuer als Quellensteuer sämtliche anderen Steuern ersetzen würde. Die Steuern würden an die Kommunen entrichtet und zum Teil an die höheren Ebenen weitergereicht. Soweit eine Skizze für für die Zeit nach der Bifurkation bzw. Geburt einer neuen Gesellschaftsordnung zur Erreichung einer nachhaltigen Entwicklung für kommende Generationen. Die Maßnahmen zu einer Landbewirtschaftung mit raumzeitlich zunehmender Nutzbarkeit würden sich hauptsächlich auf das lokale Recycling von Basen und Pflanzennährstoffen wie P, N, K aus Fäkalien beziehen sowie die Einführung von abpumpbaren Kammern in jedem Haus für Trenntoiletten mit oder ohne den Einsatz von Vakuum und Hygienisierung durch ad hoc erzeugten Wasserdampf. Der Einsatz von Prozesscontainern für die Produktion von festem Magnesium – Ammonium-Phosphat aus der Urin-Komponente sowie Anlagen zur Vererdung von festen Fäkalien. Umbau von den obersten Stockwerken von Gebäuden zu Wintergärten mit Kondensationsfallen für Wasserdampf und internen Palettenkulturen von Gemüse, Blumen, Kiwi´s sowie einem Regenwasserspeicher für einen verdunstbaren Wasserfilm abfließend von der Ziegel bzw. Glasdachoberfläche zur Kühlung sowie zur Bindung von Feinstäuben und Verhinderung von Emissions – Immissionszyklen. Anlage und Bewirtschaftung von kleinen mechanisch bewirtschaftbaren Schlägen und Pflanzung von Bäumen in agroforstwirtschaftlichen Strukturen, Artgerechte Tierhaltung wobei die Produkte in kleinen regionalen genossenschaftlichen Läden steuerbefreit verkauft werden könnten. Wandlung von Boden-Perkolation und Abläufen des Wassers zur weitestgehenden Evapotranspiration und Verdunstung von Wasser in den Agroforstkulturen. Haupteinnahmequellen für den Landwirt und seinem Personal sind vorrangig die Kühlung der Landschaft durch Vorhalten von nährstoffreichem Wasser das in optimaler Verteilung und weitgehend kurzgeschlossenen lokalen Kreisläufen gereinigt wird und wieder als Tau der Vegetation zur Verfügung steht. Neben begrenzten ufernahen Flächen für die Produktion von Pellets aus Kurzumtriebsplantagen oder Miskantuskulturen sollte sich die Waldbewirtschaftung vorrangig mit Plänterung und kleinräumigeren Schirmschlägen begnügen da diese Bewirtschaftung den besten Temperaturausgleich zwischen Tagesmaximum und Nachtminimum bei bester lokaler Taubildung gewährleistet. Der Optimierung von Auwäldern und ufernahen Feuchtgebieten ist insbesondere in Gebirgsregionen ist Besondere Aufmerksamkeit zu widmen, da Wachstums- und Abschmelzprozesse der Gletscher von der aufsteigenden Wasserdampfmenge aus den Gebirgstälern sowie Wäldern und sommerlichen Schneefällen gesteuert werden. Es scheint wichtig dass die berenzten Fruchtbarkeitsressourcen wie Phosphor, Stickstoff und für die Pflanzen wichtigen Basen in der Landschaft raschest regional rezirkuliert werden. Dazu sollte die Wasserwirtschaft ihre Dienste den verantwortlichen Landbewirtschaftern nachgeordnet zur Verfügung stellen. Eine eigenständige Wasserwirtschaft hat bislang die größten ökologischen Schäden durch Eingriffe in Teilsysteme verursacht und hat damit vielfach die Absenkung der Bodenwasserspiegel und hat damit die Vernichtung verdunstungsfähiger Flächen sowie die Verluste fruchtbarer Oberböden, irreversibler beschleunigter Stoffflüsse eingedeichter begradigter und eingetiefter Flüsse verursacht und zu verantworten. Hier sieht man am deutlichsten den Babylonischen Prozess der unsere partikularisierte Expertenweisheit mittels demokratisch beschlossener Gesetze mit Universalitätsanspruch unser Tragwerk ohne einen Funken Verständnis für den Prozess Natur verspielen und die Nachhaltigkeit bzw. unsere Zukunft systematisch und in weit über 90% der Fälle verkürzen. Von Interesse mag sein, dass die Wasserwirtschaftsämter meist in zwei Bereiche gegliedert sind nämlich die Mengenwirtschaft und die Gütewirtschaft die kaum was miteinander zu tun haben und mit verschiedenen Experten besetzt sind. Es wird dabei auch klar, dass hier auch die Schulreformen ansetzen müssten um nichtlineare Prozesse besser zu begreifen. Auch der Reduktionismus müsste begrenzt werden, da man Expertenwissen unmöglich zum Systemwissen integrieren kann und das Ganze immer mehr ist als die Summe seiner Teile, es sei denn die statischen Teile sind zufällig und als statische Teile nicht mehr beobachtbar, während dynamische Systeme Rückkopplungen unterworfen sind sich durch Einschränkungen ordnen und in nichtlinearer Weise zur Selbstorganisation von Hilberträumen (störungsfreien Räumen) wie die Biologie zeigt, fähig sind. Die sicher noch skizzenhaft angedeutete Neue Gesellschaft würde vielleicht in dieser angedachten Struktur neue emergente Eigenschaften aufweisen die es der Gesellschaft ermöglicht die Schwelle von der pubertären zur reifen Gesellschaft zu überschreiten und den Individuen die Möglichkeit einer ungestörten Verwirklichung einer Kommunikation und einer Vergesellschaftung zu bieten die eine Entwicklung des menschlichen Sonderstellungsmerkmals zu kommunizieren, zu lieben und als Grundhaltung Barmherzigkeit zu entwickeln fördern und die Versklavung durch den Götzen Mammon zu überwinden. Wobei wir nocheinmal an „Laudato si“ von Franziskus erinnert werden. Die Träne fließt, die Erde hat mich wieder. (Göthe das Wasser) es grüßt Dich Dein Willy

Donnerstag, 5. November 2015

Der Mechanismus des Wandels

Lieber Willy Vielen Dank für Deine Zukunftspost und den Anstoß, den Du damit gegeben hast, unseren Austausch wieder aufzunehmen. Wie immer hast Du in klarer Weise auf die ökologischen Grundlagen nachhaltiger Entwicklung aufmerksam gemacht, aber auch die grundlegenden derzeitigen Fehlentwicklungen und mögliche Lösungen für die Zukunft angesprochen. Wie immer, wirst Du in diesen Bereichen keinen Widerspruch von meiner Seite bekommen. Unsere Einschätzungen decken sich ja weitgehend in diesen Bereichen. Nach einer doch recht langen Unterbrechung unseres Diskurses ist es angebracht zu schauen, ob sich wesentliches ereignet hat und ob das, was sich ereignet hat, Einfluss auf die Grundlagen unserer Diskussion hat. Blickt man auf die fast zwei Jahre der Unterbrechung zurück, so kann man sagen, dass sich wenig und viel zugleich ereignet hat. Natürlich war diese Zeit von 2013 bis heute eine bewegte Zeit. Wir haben alle Arten von Krisen und Kriegen in dieser Zeit gesehen, es gibt politische Verwerfungen, den Vormarsch autoritärer Regime in unserer direkten Nachbarschaft und auch vieler extremer Parteien bei uns und in ganz Europa. Also scheint sich viel zu tun. Und eigentlich ist es doch wenig. Eigentlich sehen wir nur die Verschärfung der Trends, die wir einerseits in unserer Zukunftspost beschrieben haben und es hat sich andererseits auch nichts an den Lösungswegen geändert. Deine Zukunftspost ist heute so angebracht wie sie vor unserer Unterbrechung gewesen wäre! Aber etwas hat sich doch geändert, auf das ich Deine Aufmerksamkeit lenken möchte: Papst Franziskus hat die Enzyklika Laudato Si herausgebracht. Sie ist der beste Text über nachhaltige Entwicklung, den ich in den vielen Jahren, die ich in diesem Gebiet nun tätig bin, gelesen habe. Sowohl was die grundlegenden Herausforderungen anlangt als auch die Analyse, woher diese kommen als auch was die vorgeschlagenen Lösungsmöglichkeiten anlangt. Es ist, als hätte er die theologische Deutung zu unserer Zukunftspost geliefert! Nach dem Studium eines solchen Textes ist es fast müßig, noch irgendetwas hinzuzufügen. Deshalb wirst Du heute auch von mir keine neue Analyse der Herausforderungen oder neue Lösungsvorschläge lesen. Wir hätten als Gesellschaft genug damit zu tun, das, was Franziskus vorschlägt, abzuarbeiten. Und wir bräuchten dazu keine weiteren Analysen, als die er vorbringt. Er hält ein glühendes Plädoyer für das, was wir Organismierung des Planeten genannt haben. Er weist klar auf die Bedeutung der Bildung hin, er stellt die Veränderung der Landwirtschaft und der wirtschaftlichen Strukturen in ziemlich derselben Art und Weise in den Mittelpunkt seiner Lösungsvorschläge, wie Du es gemacht hast. Und er weist auf die zentrale Stellung des mechanistischen Weltbildes (er nennt es technokratisch) an der gegenwärtigen Misere hin, ähnlich wie ich es mache. Er rehabilitiert sogar Teilhard de Jardin, etwas, was ich ihm besonders hoch anrechne. Ich will daher heute einen anderen Aspekt ansprechen, nämlich wie sich der Wandel vollzieht. Dafür stellen die letzten beiden Jahre ja geradezu ein Bilderbuch-Exempel dar. Beginnen wir mit der Bifurkation, die wir ja entsprechend der Theorie der Selbstorganisation, wenn wir Progine folgen wollen, erwarten. Wir haben diese Fragestellung ja schon für natürliche und politische Systeme durchdiskutiert (vgl. die zukunftspost über Dissipation und Evolution aus dem Jahre 2009 und die etwas jüngere über Selbstorganisation, Politik und Bildungsideal aus dem Jahre 2011). Und nun sehen wir dieses Phänomen quasi im „Großversuch“! Wie stellt sich nun diese Bifurkation phänomenologisch dar? Was wir erkennen können ist, dass die Gesellschaft als Ganzes ohne klare Vorstellung des Zieles der Entwicklung dasteht. Damit wird auch jegliche Grundlage für allgemeingültige Werte genommen. Wo aber keine Werte, dort auch keine Entscheidungen, den auf welcher Basis sollte den entschieden werden? Nun kann man dem entgegenhalten, dass das mechanistische Weltbild per se zu einer Relativierung der Werte führt, wir haben ja auch das schon diskutiert. Wenn der Mensch das Maß aller Dinge ist, dann kommen wir zwangsläufig in ein relativistisches Weltbild, das auch ganz zwangsläufig in die Notwendigkeit des Wachstums führt (siehe etwa unseren Austausch im Jahre 2010 über das Ende des Wachstums). Das erstaunliche ist derzeit aber, dass selbst diese Gewissheit des mechanistischen Weltbildes ins Wanken gerät. Der Glaube an die allheilende Wirkung von Wachstum ist gründlich erschüttert, heute ist „Neo-Konservatismus“ bereits zu einem Schimpfwort geworden, und das nicht nur von Seiten grüner und linker Denker. Die generelle Stimmung, die unsere ganze Gesellschaft durchdringt, ist die vollkommener Verunsicherung. Unseren Politikern darf man hier gar nichts vorwerfen, sie sind eben ein Teil der Gesellschaft, und sie sind wie diese verunsichert und ziellos. Leider versuchen sie diesen Zustand durch schmallippige Zackigkeit zu übertünchen, indem sie sich als jederzeit Herr oder Frau der Situation darstellen und verbal jene Härte vermitteln, die im diametralen Gegensatz zur Weichheit ihrer schlotternden Knie steht. Das unter diesen Umständen sowohl politischer Anstand als auch die auf selbstsicherer Gelassenheit beruhende Diskursfähigkeit mit politisch Andersdenkenden als erstes auf der Strecke bleibt, ist selbstverständlich und wird derzeit in allen Lagern wunderschön im Realexperiment vorgeführt. Teilhard de Jardin und auch Prigogine hat darauf hingewiesen, dass dieser Zustand allgemeiner Richtungslosigkeit der Entwicklung eine Grundvoraussetzung dafür ist, dass evolutionäre Innovation eine Chance bekommt. Solange die „alten“ Wege der Entwicklung festgefügt sind, solange haben grundlegende Innovationen keinen Raum, sich zu entfalten. Zu stark ist die Strömung im Bett des alten Flusses, er reißt alles mit sich. Wir sehen das natürlich auch in der Technikentwicklung, wo ja der Begriff der „path dependency“ dieses Phänomen gut umschreibt. Wenn aber die Attraktivität der alten Ziele der Entwicklung nachlässt, dann können sich plötzlich neue aber schwache Strukturen behaupten. Ich komme darauf noch später zurück. Prigogine zeichnet ein sehr einprägsames Bild dieser Bifurkation: Er lässt das System, dass in diesen kritischen Zustand der Bifurkation eingetreten ist, zwischen unterschiedlichen Zuständen springen, die für unterschiedliche Entwicklungspfade stehen. Unter der Lupe des Großversuches, den wir derzeit miterleben, stellt sich das ein wenig anders dar. Die Gesellschaft springt weniger von einem Zustand in den anderen, als sie sich vielmehr polarisiert. Politisch-makroskopisch wird daraus ein Springen, denn anstatt einer klaren Entwicklung zu folgen, folgen Entscheidungen einem erratischen Pfad, mal von der einen Extremposition, mal von der anderen getrieben. Schönes Beispiel dafür ist der Umgang mit der Flüchtlingskrise: Da folgt auf die Versicherung „Wir schaffen das“ der Ruf nach Grenzzäunen, oft aus demselben Politiker(innen)-Mund. Was uns als Bürger zum Wahnsinn treibt ist nichts anderes, als der natürliche Weg eines Evolutionssprunges. Natürlich macht dieses Wissen es nicht leichter, aber wir sollten unseren PoilitikerInnen zugutehalten, dass sie eben im Wirbel des evolutionären Systemsprunges gefangen sind, mögen sie auch noch so markig auftreten. Was aber interessant ist, ist dass dies die Folge einer Polarisierung ist: Ein Teil möchte voraus, in ein neues Entwicklungssystem. Ein andrere Teil der Gesellschaft widersetzt sich der Entwicklung, möchte sich von ihr abkoppeln. Er reagiert wie es eben „Stahlhelmfraktionen“ üblicherweise machen: Durch Verabsolutierung des alten Wertesystems, durch Verstärkung der Anstrengungen, das alte System vor den neuen Herausforderungen zu isolieren (siehe die idiotischen Grenzzäune und den Hang zum Autoritätsstaat und zur Diktatur, die wir derzeit sehen). Die alten Werte werden zelebriert (siehe etwa die Verengung des Heimatbegriffes, die krampfhafte Bedeutungssteigerung von Nation, die grauenhafte Referenz auf das „gesunde Volksempfinden“ als Kontrast zu Abwägung und Diskurs, ja selbst der derzeit umgehende unsägliche Trachtenboom à la Gabalier, der sich von selbstbewusster Tradition etwa gleich weit entfernt hat wie von der Punk-Mode vergangener Jahrzehnte). Das bringt mich zwangsläufig auf ein wichtiges Thema unserer zukunftspost zurück, der Frage der Grenzen. Grenzen, Endlichkeit und Regionalität ziehen sich ja wie ein roter Begriffsfaden durch unsere Diskussionen. Kann ein Orban’scher Idiotenzaun tatsächlich zu einem Ursprung evolutionärer Innovation werden? Du wirst ja nicht müde, Grenzflächen ins Zentrum deiner Überlegung von Entwicklung zu stellen, und ich folge Dir darin vorbehaltslos! Kann wirklich ein enges, abgegrenztes und bis aufs Blut verteidigtes „Hoamatl“ à la Strache oder anderer rechter Recken und Reckinnen jene Grundzelle für nachhaltige Wirtschaft und kluges Zukunftsplanen sein, wie ich es in meiner Betonung regionaler Entwicklung postuliere? Ich gebe zu, diese Frage hat mich seit Jahren beschäftigt, und ich gebe zu dass ich sie mit einer gewissen wissenschaftlichen Schlampigkeit nicht gleich dann gelöst habe, als sie klar auftrat. Aber es war vielleicht gut so, denn nun ist ihre Lösung so einfach geworden. Es ist einfach der Unterschied zwischen Isolation und Kontextualisierung. Worüber wir geredet haben, ist Kontextualisierung. Es ist die Anerkennung und Nutzung von Grenzen als Strukturelement des Ganzen. Sehr früh habe ich, ohne wirklich diesen Hintergrund zu erkennen, „Einpassen“ und Anpassen“ als Grundprinzipien nachhaltiger Entwicklung erkannt (siehe etwa den 1. SUSTAIN-Bericht) und diese Prinzipien liegen auch dem von uns entwickelten Nachhaltigkeitsmaß des Sustainable Process Index zu Grunde. Es ist genau dieses Einpassen und Anpassen, dass Grenzen und Regionen zu so starken Begriffen im Nachhaltigkeitsdiskurs macht. Alle Effekte, die Du den Grenzflächen zuschreibst, sind davon abhängig, dass ein zu dissipierender Fluss das System durchströmt. Die Verbindung nach außen, hin zum Ganzen ist entscheidend dafür, dass Grenzflächen ihre evolutionäre, selbstorganisatorische Wirkung entwickeln. Genauso ist es auch mit den Regionen, wie ja schon öfter in dieser Reihe dargestellt wurde. Autarke Regionen sind arm, erst wenn wir Regionen als jene Gebilde verstehen, die auf Basis einer inneren Struktur und Organisation an der Entwicklung des Ganzen teilnehmen und diese befördern können, dann sind wir bei nachhaltigen Regionen. Es geht daher um den Kontext. Kontext setzt immer das Ganze (als das in welchen Kontext gestellt werden soll) als auch das spezifische (nämlich das, was in den Kontext gestellt wird) voraus. Erst wenn das Ganze mit dem Spezifischen in Wechselwirkung tritt, kann evolutionäre Entwicklung und Selbstorganisation entstehen. Von Kontextualisierung kann man nun ganz leicht die Isolation unterscheiden. Auch hier gibt es Grenzen und begrenzte Gebilde. Die Grenzen haben aber hier eine andere Bedeutung: Sie schließen das Ganze aus, sie verhindern Wechselwirkung. Anders als bei Kontextualisierung sind Grenzen bei Isolation nicht Grenzflächen interagierender Systeme, die Flüsse zu transformieren im Stande sind, sondern scharfe Abgrenzungen. Außerhalb dieser Grenzen ist „das Andere“, das eben definitionsgemäß nicht in Wechselwirkung treten kann und soll. Das System ist damit vollständig auf sich selbst zurückgeworfen, außerhalb des Systems gibt es nur das Fremde, das „Nichts“, gegen das man sich schützen muss. Damit sind wir bei einem sehr interessanten Phänomen der unterschiedlichen Grenzen. Während die kontextualisierende Grenze immer Transformationsort ist, der sowohl aufnimmt als auch abgibt und der damit das System dadurch stabilisiert, dass dadurch Dissipation im Kontext (also im Ganzen) möglich wird, muss eine isolierende Grenze durch das System stabilisiert werden leistet „Ordnungsaufwand“, um die Grenze zu halten und um sich verzweifelt im Meer des es umgebenden Nichts zu definieren. Die Thermodynamik hat ein wunderschönes Bild dieses Vorgangs, nämlich das „abgeschlossene“ (= isolierte) System: Wie wir ja alle wissen, strebt dieses System den Zustand größter Unordnung an, es stirbt seinen eigenen kleinen Wärmetod, als Preis dafür, dass es als System nicht mit dem Außen in Wechselwirkung treten muss. Na, ich stell mir mein „Hoamatl“ anders vor… Nun eine weitere Lehre, die man aus der Betrachtung unseres derzeitigen „Bifurkations-Großversuch“ ziehen kann. Ich habe bereits eingangs erwähnt, dass die allgemeine Ziel- und Richtungslosigkeit in einer Bifurkation notwendige Voraussetzung für die Entfaltung zunächst schwacher evolutionärer Innovationen ist. Auch das kann man derzeit sehr schön sehen: Dort, wo das „alte“ System des Staates (und auch einiger Teile unserer Europäischen Union) versagen, dort springen neue „ad-hoc“ Strukturen ein. Wir sehen das in der bewundernswerten Weise, wie Zivilgesellschaft eingreift. Das sind teilweise bereits bestehende Strukturen (über Rotes Kreuz bis zur Caritas), die schon bisher in einer Entwicklungslogik gearbeitet haben, die nicht der vorherrschenden selbstsüchtigen Wachstumsideologie entsprachen, Es sind aber auch jene Teile der Gesellschaft, die das alte Entwicklungsparadigma ablehnen und überwinden wollen, weil es nicht mehr mit ihrem Weltbild übereinstimmt. Diese gemeinsame Aktivität dieses „zivilgesellschaftlichen“ Teils der Gesellschaft bewirkt eine neue strukturelle Realität. Die Interaktionen zwischen den Akteuren stärken Bedeutung und auch Macht dieses Teils der Gesellschaft und wirkten darüber hinaus strukturierend. Damit ist ein selbstverstärkender Prozess eingeleitet: Gemeinsames agieren schafft Interaktion, diese schafft neue Strukturen, diese wirken wiederum anziehend auf jene Teile der Gesellschaft, die mit den neuen Wertesystemen und Zielsetzungen, die von diesen Gruppen vertreten werden, sympathisieren. Gleichzeitig wird durch den Diskurs innerhalb und zwischen diesen Gruppen der Ziel- und Wertekanon immer stärker ausgereift, was zu weiterer Attraktivität führt. Damit schreitet die Polarisierung in der Gesellschaft voran. Das klingt dramatisch und ist es auch. Polarisierung ist ja eine der Grundlagen, auf denen gewaltsame Konflikte aufbauen. Daher sind natürlich Zeiten der Bifurkation immer auch Zeiten erhöhter Gewaltwahrscheinlichkeit. Was daher nottut sind Strategien, die dem isolationistischen Teil der Bevölkerung eine neue Entwicklungslinie darstellt und Zukunftsangst nimmt, Stoff für die nächste zukunftspost! Ganz zum Schluss noch eine letzte Erkenntnis aus unserem Großversuch. Warum eigentlich ist das alte System desavouiert? Warum ist es nicht mehr in der Lage, weitere Entwicklung zu gewährleisten? Das System war ja bisher erfolgreich, warum geht gerade jetzt nix mehr? Hier kann ich nur einige Aspekte nennen, eine umfassende Erklärung habe ich nicht. Was auffällt ist, dass das Ende des alten Systems einhergeht mit einer starken „Überstrukturierung“. Es scheint, dass ein System auf starken evolutionären Druck nicht mit einer Adaption der Entwicklungslogik reagieren kann. Vielmehr scheint es zu einer Vermehrung von internen Strukturierungen zu kommen, die alle der „alten“ Entwicklungslogik folgen, aber ineffizient untereinander interagieren. Hier die „empirischen Hinweise“: Wir sehen, dass bereits bestehende Subsystem, die bisher in das Gesamtsystem integriert waren, sich zu weitgehend autonomen Systemen „isolieren“. Das gilt etwa für das Geldwirtschaftssystem, das politische System, die Wissenschaft, die Administration und auch das Mediensystem. Diese Systeme beginnen „Eigenleben“ zu entwickeln, wobei jedes für sich das Entwicklungsparadigma (in unserem Fall das mechanistische Paradigma und die daraus abgeleiteten Wertesysteme und Entwicklungslogiken wie etwa die vom notwendigen quantitativen Wachstum) verfolgt. Grundsätzlich sind ja gesellschaftliche Entwicklungsparadigma nicht widerspruchsfrei, sie entstehen ja durch veränderte Weltbilder. Auch wenn wir uns auf die reine Naturbeobachtung zurückziehen, so sind Systemstrukturen (und damit die Art, wie sie mit dissipativen Flüsse, die sie durchsetzen umgehen), von der Komplexität des jeweiligen Systems abhängig, die ihrerseits eine Folge der durchgemachten Evolution ist. Wenn nun Subsysteme für sich die Entwicklungslogik in Anspruch nehmen, die für das Ganze gilt, so führt dies zu einem intrinsischen Widerspruch. Die Folge scheint „innere Dissipation“ zu sein, ein Vorgang der dazu führt, dass innere Strukturierung (also Erhöhung der Komplexität) nicht die zu einer höheren dissipativen Effizienz führt, sondern diese stagniert (und möglicherweise sogar senkt). Ich habe den Verdacht, dass dieser Vorgang jene „Entwicklungsisotropie“ entstehen lässt, die schließlich zu evolutionären Innovationen führt. Vielleicht kannst Du mir hier im Verständnis ein wenig auf die Sprünge helfen! Soweit mein Beitrag zur Wiederaufnahme unserer zukunftspost-Diskussion. Freue mich schon auf Deine Antwort und wünsche Dir und Deiner Familie in der Zwischenzeit viel Gesundheit und Glück! Michael

Donnerstag, 29. Oktober 2015

Eine notwendige Utopie_2

Was bedeutet Nachhaltigkeit und wie kann man nachhaltig wirtschaften? Diese Frage habe ich zu beantworten versucht. Nachhaltigkeit als Möglichkeit, die Subsistenz zukünftiger Generationen auf ihrer Landesfläche zu sichern, erfordert geeignete politische Rahmenbedingungen, um die Ressourcen‚Energie‘ und ‚Fläche‘ mit geringeren Stoff- und Wasserverlusten aus den Böden zu bewirtschaften. Nur auf diese Weise kann die Tragfähigkeit unserer Landesfläche zeitlich verlängert statt wie bisher verkürzt werden. Der Schlüssel dazu ist der Umgang mit Wasser. Wenn eine Fläche von Pflanzen – insbesondere Bäumen - bedeckt ist, dann verdunsten diese gegenüber der Verdunstung der Meere mit einer etwa 10-fach gesteigerten Pflanzenoberfläche. Diese Verdunstung hat im Laufe der Erdentwicklung das Klima stabilisiert, die Temperaturmaxima gedämpft und die Temperaturminima angehoben. Eigene Temperatur-Messungen über drei Jahre im Mariazeller Urwald (3.5 km²) haben gezeigt, dass im Sommer die Differenzen zwischen Tag (Maximum) und Nacht (Minimum) lediglich etwa 5°C – 8°C betragen. Diese Werte von permanent verdunstenden Flächen lassen sich nur auf vom Menschen unbewirtschafteten Urwald-Flächen erreichen. Es gab auf dieser Urwald Fläche praktisch keine Klimaänderung und auch im Sommer kaum Abflüsse, weil durch die enorme Speicherfähigkeit von Wasser in den kapillaren Strukturen eine gegenüber einem Wirtschaftswald etwa 4-7-fachen abgelagerte Rohhumus-Masse existiert. Die Wasser-Umsatzzeit in der Atmosphäre über dem Urwald war stark vermindert und lag etwa bei einem Tag oder sogar darunter. Zum Vergleich: die weltweit gemittelte Umsatzzeit des Wassers in der gesamten Atmosphäre beträgt etwa 9-11 Tage. Die jährlichen Stoff-Verluste aus dem Urwald betrugen etwa 5 - 20 kg/ha (berechnet aus der elektrischen Leitfähigkeit x Abfluss der Schmelzwässer). Die atmosphärischen Belastungen gemessen an Spurenmetallen im Schnee waren minimal sowie die pH-Werte neutral. Vergleichen wir diese Situation mit kommunalen wasserwirtschaftlich und landwirtschaftlich genutzten Flächen in Deutschland oder Österreich, so belaufen sich hier die stofflichen Abflüsse auf etwa die 40 bis 100-fache Menge an Nährstoffen und der notwendigen Basen. Diese werden mit den Flüssen dem Meer zugeführt und dort in den Meeressedimenten abgelagert. Damit sind sie für die Landschaft für 200-300 Mio. Jahre unwiederbringlich verloren. Die "Verdunstungs-Pumpen" der Vegetation verschwinden genauso aus der Landschaft wie das Wasser. Die ausgeblutete Landschaft besteht dann aus Sand, und die Wüste verbleibt. Im Sommer beginnt die Kühlung immer häufiger zu versagen, es kommt zu Nachttemperaturen von ca.5°C und geringer während die Tagesmaxima bis 60°C reichen können. Das Tragwerk für Mensch und Tier geht verloren. Diese Entwicklungen haben bereits die großen antiken Kulturen - Babylon, Ägypten, Rom, Karthago - betroffen und in den Gebieten rund um das Mittelmeer Wüsten produziert. Noch heute muss die Versorgung der dort lebenden Menschen durch energieaufwendige Transporte bewerkstelligt werden. Natürlich lässt sich mit Recht einwenden, dass wir nicht vom Urwald leben können. Trotzdem verlangt ein nachhaltiger Lösungsansatz, die aktuellen Probleme (Klimawandel, Düngeproblematik, Tierhaltung wasserspeichernder Böden, Ernährung der Bevölkerung. Kurzschließung der Kreisläufe, Erhaltung der Artenvielfalt, Naturschutz) zusammenschauend zu analysieren, wobei eine systemorientierte Landbewirtschaftung eine wichtige Rolle zukommt. Als wichtigste Aufgabe sehe ich dabei eine Aufwertung und Erweiterung der landwirtschaftlichen Kompetenzen zum Landwirt, Wasserwirt, Ressourcenwirt, Naturwirt, Klimawirt und Recyclingwirt. Das übergeordnete Ziel ist eine verlustarme, optimal verteilte, flächendeckende Verdunstung, welche die derzeitige Problemlage mit hohen Abflüssen und verlustbringenden Stofftransporten ersetzt. Der Flächenwirt müsste dabei aber auch der gesamten Dränage der Landschaft, der Boden-vernichtenden Vergrößerung der ungesättigten Bodenzonen im Sommer, der Vernichtung der Feuchtgebiete sowie der Entwässerung von Augebieten entsagen. Eine zu wenig beachtete Ursache der Gletscher-Abschmelze – neben den erhöhten Temperaturmittelwerten (IPCC) – ist die Behinderung von Gletscherwachstum durch die verringerte Verdunstung aus ausgetrockneten Augebieten und regulierten Flüssen, die stark verminderte Sommerniederschlägen in Form von Schnee bewirkt. Gerade der Flussausbau mit Staustufen und die Begradigung von Bächen und Flüssen schränken Funktion und Ausdehnung der Flussauen ein. In dieselbe Richtung wirken die zentrale Wasserver- und -entsorgung rasch wachsender Städte mit oft rascher Absenkung des Grundwasserspiegels, aber auch gutgemeinte Eingriffe des Naturschutzes durch unsachgemäße Wiedervernässungen und Rückbau von Flüssen, Hochwasserschutz und Wasserschutzgebiete ohne Rücksicht auf Funktion und Prozesse. Diese ständigen Eingriffe in den Landschaftswasserhaushalt sind ein Zeichen einer objekthaften Sichtweise auf eine monetarisierte Umwelt. Und dies obwohl wir wissen, dass wir von den Prozessen und deren Stabilität leben und dass die Artenvielfalt das Resultat des Naturprozesses ist und nicht dessen Voraussetzung. Unser gesellschaftliches Tragwerk ist der Prozess Natur mit seinem evolutionären Ziel, Kreisläufe räumlich und zeitlich geschlossen zu gestalten und dadurch eine nachhaltige Entwicklung quasi automatisch zu sichern. Den kommenden Generationen diese Grundressourcen – nachhaltig nutzbare Fläche und den darauf stattfindenden Energiefluss - zu sichern sollte für die Gesellschaft ein prioritäres Ziel sein. Eine intelligente, Raum und Zeit angepasste Landbewirtschaftung spielt dabei eine zentrale Rolle. Leider ist unsere Gesellschaft in Bezug auf systemische Intelligenz in einem vorpubertären Zustand, worauf auch die Steuerung unserer Schulen – durch Vermittlung von unreflektiertem Objektwissen statt tiefgehendem Prozessverständnis - einen nicht unbeträchtlichen Einfluss ausübt. Um diese Grenze zur nachhaltigen intelligenteren (reifen) Zukunftsgesellschaft zu überschreiten wären allerdings Änderungen an unseren Gesellschaftsdogmen notwendig. Das Wachstum müsste sich auf die leistungsgerecht vergütete Schöpfung von Zukunft und nicht auf die bloße Steigerung des Bruttosozialprodukts beziehen. Kreisläufe müssten zunehmend auf geringerer(???) Fläche vom Bewirtschafter geschlossener gestaltet werden. Die Selbstorganisation in der Natur erfolgt durch in Raum und Zeit ständig wechselnde strukturierende Beschränkungen in Form von Rückkopplungen. Diese Einsicht müsste sich über menschliche Kommunikation manifestieren und zu einer verlustärmeren, vom Menschen gesteuerten Bewirtschaftung führen, die in Wechselwirkung zwischen Wasser und Vegetation rückgekoppelt auf eine größere Verdunstungsfähigkeit der Landschaft abzielt. Die Beliebigkeit von Freiheitsgraden in der Gesellschaft (Wirtschaft und sozialer Sektor) bildet die Funktionsweisen der Natur nicht mehr ab und verkürzt die Nutzbarkeit unseres Tragwerks. Erfundene Arbeitsplätze und Märkte, industriell in Städten gefertigte Objekte, ohne Berücksichtigung eines wirklichen Bedarfs seitens der Konsumenten, teilweise mit Steuermitteln subventioniert, gaukeln oft nur einen Zuwachs des Bruttosozialprodukts vor. Sie bringen Produzenten und Konsumenten durch Verschuldung in eine zunehmende Abhängigkeit. Sie destabilisieren ganze Nationen, nehmen durch fragwürdige Wirtschaftsdoktrinen zur Arbeitsplatzsicherung alle Bürger in Geiselhaft und bringen die Gesellschaft an den Rand des Ruins. Die Subventionen an die Landwirtschaft sind dabei nur das Feigenblatt für den wichtigsten Produzenten der Subsistenz und der Zukunft, den Bauernstand. Dem grundlegenden Systemfehler könnte damit begegnet werden, dass anstelle der Direktzahlungen eine leistungsgerechte Bezahlung der einzelnen landwirtschaftlichen Betriebe für die „Schöpfung von Zukunft für kommende Generationen“ auf ihrer Wirtschaftsfläche erfolgt. Die Leistungen könnten bereits heute aufgrund zeitlich hochauflösender Frachtmessungen aus den einzelnen Einzugsgebieten sowie der Entwicklung sich räumlich vergrößernder überhitzten Böden, bei kleineren Schlägen mit der Folge von Stürmen, Überschwemmungen, Hagelschlag bis zu Taifunen sowie der Temperaturdämpfung auf den bewirtschafteten Flächen mittels Satellitenaufzeichnungen bemessen werden. Bei der gegenwärtigen Besteuerung von CO2-Emissionen lässt sich dagegen kein verbesserter Wirkungsgrad der Landschaft erzielen. Der vom IPCC (Intergovernmental Panel Climate Change) vorgeschlagene Lösungsweg wird von einer Vielzahl von Wissenschaftlern nicht verstanden. Er entspricht nicht den thermodynamischen Gesetzen der Energiedissipation und der Energetik von dynamischen Systemen. Die Verteilung der Energie in Raum und Zeit ist als Bilanz ohne Bilanzzeitraum nicht darstellbar geschweige denn berechenbar. CO2 - eines der wichtigsten Lebensgase - ist in der Atmosphäre in einer Konzentration von 0,03 – 0,04 Volumenprozent vorhanden und begrenzt noch immer die Produktion von Vegetation, wie sich in Glashausversuchen mit CO2 angereicherter Atmosphäre zeigen lässt. Im Gegensatz zu Wasser und Organismen besitzt CO2 kaum Energie-verteilende Eigenschaften, CO2 löst sich im Meerwasser (pH > 8) ohne dieses bisher nennenswert zu versauern (pH < 7). Der Flächenbewirtschafter hat die Möglichkeit, Umweltschäden durch bessere Bewirtschaftung mittels Vegetation – nicht unbedingt in Form von Mais-Wüsten - und Wasser vor der eigenen Haustür zu verhindern. Sollte eine generelle CO2-Steuer kommen, dann sollte diese ungekürzt und leistungsgerecht für eine gleichmäßige Verteilung von verdunstender Vegetation auf der gesamten Fläche (1 Liter Wasser benötigt für seine Verdunstung 2400 kJ Energie und kühlt damit das Umfeld) nur an die Flächenbewirtschafter verteilt werden. Auch die kontraproduktiven Subventionen für Transporte bei denen das Verursacherprinzip für den Straßen-Bau (4-te Potenz der Achsdrücke bei der Maut für den Verkehr) außer Kraft gesetzt wurde, könnten die lokalen Märkte für Subsistenz-Produkte und eine bei weiteren Anstieg der Mietpreise zu erwartende Stadtflucht, die Einkommen der Landwirte zusätzlich verstärken.

Sonntag, 19. Januar 2014

Die schulische Begleitung der Organismierung der Welt - Teil 2

Lieber Michael, Ich hoffe, Du siehst mir nach, dass ich nach meiner langen Pause meine letzte Zukunftspost noch etwas weiter vertieft habe. Heute will ich mich noch mit einer weiterführenden, über die schulische Grundstufe hinaus reichenden Begleitung des Übergangs einer Gesellschaft in die nachpubertäre Phase, eines Menschen, bzw, einer Gesellschaft beschäftigen. Um eine richtungssichere Entwicklung von der induktiven (Beobachtungs-) Phase zu deduktiven Phasen zu ermöglichen, scheint mir die intensive Beschäftigung mit der "Natur der Energie" und die Verteilungsfunktionen der im der Energiebegriff vorkommenden Dimensionen Raum und Zeit in Abhängigkeit der Massenverteilungen zu sein (siehe Schrödingers Wellenfunktion). Die Erkenntnis, dass der Mensch und die menschlichen Gesellschaften in erster Linie als Systemsteuerer und nicht als Wirtschafter bzw. "Ausbeuter" für die Nachhaltigkeit verantwortlich sind, wirft die Frage auf, wie kann eine Gesellschaft so wirtschaften, dass "beliebige" Eingriffe in die Natur nicht die Nutzungsdauer der zur Verfügung stehenden Wirtschaftsfläche und damit auch die darauf einstrahlende Energie verringern sondern im Gegensatz dazu vielleicht sogar verlängern. Dies kann eigentlich nur dann erzielt werden wenn die raum-zeitlichen dynamisch abgegrenzten und gekoppelten dynamischen Dämpfungsglieder von den Systemsteuerern zu verlustärmsten energiedissipativen Strukturen arrangiert und aufrecht erhalten werden. Gleichzeitig müsste versucht werden die unsere Gesellschaft prägende Beliebigkeit zu minimieren und sämtliches Handeln den unten angeführten Nachhaltigkeitskriterien zu unterstellen. Die Kriterien für eine überschaubare Verlängerung der Nutzungdauer einer als gesellschaftlichem Tragwerk dienenden Natur liegen in der Vollständigkeit der Prozesse in einem beschränkten Raum bzw auf einer begrenzten Fläche. Quasi geschlossene Kreis- prozesse in optimierter Kopplung sollten die irreversiblen Verluste aus den beschränkten und gesteuerten Räumen minimieren oder mit der Zeit fast gegen null gehen lassen (Kopplung von z.B. anabolischen und katabolischen Strukturen). Genau dieses ist der Grund warum sich die Natur in ihrer Entwicklung (ihrer Evolution) ständig bezüglich ihrer Nachhaltigkeit verbessert hat. Die vorrangigste Aufgabe einer Gesellschaft müßte deshalb in der vorpubertären Phase im Beobachten und Erlernen der natürlichen Steuerung durch Rückkopplung an seine anfänglich natürlichen dynamischen Begrenzungen sein. Durch die nachpubertäre deduktive Phase sowie schulische und wissenschaftliche Projektbegleitung könnten die Lebensprozesse in den einzelnen Lebensphasen weitgehend ohne die Effizienz der Ressourcennutzung laufend abzusenken sondern durch Bildung und Wissenschaft optimiert werden. Wir können in der Natur drei Grundressourcen zusammenfassen. 1.) die genutzte Fläche (Raum), 2.) Die darauf wirkende erneuerbare Energie. 3.) die menschliche Intelligenz, die allerdings erst dann zur Intelligenz gerechnet werden kann, wenn die einzelnen Lebensphasen in ihrer Zielsetzung dem Nachhaltigkeits- Effizienzkriterium der Natur untergeordnet werden. Dies könnte am einfachsten geschehen indem eine dynamische Raumordnung optimiert abgegrenzt wird und dann fiskalisch als Ressourcensteuer marktmäßig ausgebaut wird. Wer Umwelt und Gesellschaft momentan betrachtet muß feststellen, dass unsere demokratischen Gesellschaften gesteuert und geregelt meist nach römischen Recht (lineare Modelle mit Universalitätsanspruch) diametral unserer Natur entgegenstehen. Während die Naturprozesse rückgekoppelt an Grenzen und Limitierungen auf evolutionäre Art unter Eliminierung der Zufälle in jeder biologischen Zelle "einen Hilbertraum" anstreben und damit Nachhaltigkeit und Wirkungsgrad verbessern können. Wir dagegen unterwerfen Raum und Zeit völlig beliebigen ökonomischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. Die Natur strebt jeweils nach den niedrigsten und gedämpftesten Energieflüssen, wobei das dynamische Medium Wasser als wichtigstes Element in den energiedissipativen Strukturen als Transport- und Reaktionsmittel auftritt und in den lebenden Zellen durch energetisch gepumpte, bezüglich der Reaktivität (pH) aufgeschaukelte Wasserspaltung sämtliche wässrigen Reaktionen mit dem Ziel Nachhaltigkeit und damit die lebendige Zukunft von Organismengenerationen erzeugt und den begrenzten Raum optimiert. Der begrenzte und für die Steuerung wirksame Raum ist dabei an energetische Gradienten jeglicher Art gebunden. Die Gradienten treten dabei dynamisch auf und sind in der Lage an den Phasengrenzflächen die Zufälle zu eliminieren und über Sortierprozesse räumliche Kreisprozesse zu schließen. Die Genese einer sauerstoff- und stickstoffhaltigen Atmosphäre sowie die Evolution von Synthese und Atmung mögen als Beispiele für die Selbststeuerung und die evolutionäre Effizienzsteigerung der Natur dienen. Sicherlich sind die Errungenschaften der Technik sowie der Ingenieurskunst beispiellos aber die Intelligenz der Gesellschaft scheint noch immer nicht ausreichend zu sein um für unsere kommenden Generationen das Überlebensproblem zu sichern. Es zeigt sich bei näherer Betrachtung, dass praktisch jedes Patent oder jede Erfindung vorab geprüft wird auf militärische Nutzbarkeit bzw. ob diese Erfindungen auch als als Spielzeug für Kinder eingesetzt werden können. Die neuesten Produkte aus den Laboratorien, insbesonders soweit es sich um neue Materialien handelt stellen weitestgehend Artefakte dar, die nirgendwo die Natur abbilden. Sie bilden homogenisierte, isotrope und damit berechenbar linearisierte Strukturen aus denen wir mittels komplexer mathematischer Operationen die Krücken für unsere maßlosen Wünsche fertigen. Hier scheint noch immer die Trennlinie zwischen vor- und nachpubertärer Gesellschaftsentwicklung zu verlaufen. Diese Trennlinie stellt aber auch die Herausforderung an die Politik und eine nachhaltigere und sozialere Weltgesellschaft dar. Ein weiterer erforderlicher Schritt wäre die bisherige Wissenschaft systematisch zu entrümpeln, bewußte und bezahlte Unwahrheiten (z.B. Klimaforschung, CO2-Schädlichkeit, Waldsterben) die dem Volk aus welchen Gründen auch immer von Wissenschaftlern zum Teil gegen besseres Wissen aufgetischt wurden zu befreien. Die heutige Heuchelei lässt sich kaum mehr überbieten. Bis zu 30 Jahre alte Doktorarbeiten werden von irgendwelchen selbsternannten misanthropen Naderern möglicherweise nach Aufforderung von "Partei-freunden oder unfreunden" hervorgezerrt und von Universitäten und letztlich auch noch von Politikern verfolgt, während maßgebliche Institutsleiter als wohlbestallte Professoren nach Nobelpreisen gieren und trotz einer Flut von anders lautenden Veröffentlichungen welche nach überzeugender Darstellung zum Schluß kommen, dass es Klimabilanzen (Strahlungsbilanzen eigentlich)gar nicht geben kann, dass die verwendeten statistischen Methoden die gemachten Aussagen gar nicht leisten können weil die Verteilungen weder unabhängig voneinander in Raum und Zeit sind und außerdem nicht im geringsten bekannt sind, wo sowohl die Energiedissipation und ihre zeitliche Rolle unter Hinweis auf das mindestens seit ca.150 Jahre "aktuellen" Erhaltungsaxiom der Energie geleugnet wird. Noch immer können sich diese maßgeblichen Institute mit den Lehren eines bruchstückhaften Reduktionismus an den gesellschaftlichen und politischen Futtertrögen ernähren, obwohl seitens dieser Kaste sie vielfach ihrer Pflicht, z.B. Doktoranden ordnungsgemäß anzuleiten und auf Formalismen wie Plagiate hinzuweisen kaum im angemessenen Ausmaß nachgekommen sind. Deshalb sollten diese Institute auch dringendst aus ethischen Gründen entfernt werden anstatt diese Institutionen mit Nobelpreisen zu ehren weil sie diese als vorbildliche Wissenschaft der Welt verkaufen. Das geamte Volk, ja sogar die Welt für dumm zu halten und durch das an-sich Reißen der Pier-reviews von zweifelhaften, viel zu kurz greifenden " Arbeiten" müssten wie dies vom IPCC beweisbar gemacht wurde wie Korruption bestraft werden. Die zusätzliche argumentative Flankierung von den als Klimaleugnern verunglimpften Kollegen hat in der Wissenschaft und bei Wissenschaftlern Schäden hinterlassen, die wahrscheinlich in den nächsten Generationen kaum mehr auszurotten sind. Der einzige politischeVorteil dieser Handlungsweise ist die korrupte Spekulation mit Treibstoffen, Böden und Nahrungsmitteln seitens bankrotter Banken und die Prolongierung der postindustriellen Heuschreckenplage auf Kosten des Konsumenten, der als einziger auch die Geldkreisläufe kurzgeschlossen und geregelt halten könnte. Wie wir heute zu wissen glauben, hatte die "Grüne" Vegetationsdecke an der Erdoberfläche einen Strategiewechsel der Naturprozesse nämlich die Bildung der heutigen Atmosphärenzusammensetzung zur Folge. Die Verdunstungsflächen der Vegetation mit einem Blattflächenindex von ca. 6 -10 läßt die Bedeutung der Kontinente in der Klimasteuerung vom Meer auf die Kontinente übergehen und wird dabei noch verstärkt durch ständig ansteigende Baumgrenzen mit immer mehr kurzgeschlossenen Wasserkreisläufen (tägliche Verdunstung duch Vegetationsatmung und Taubildung unmittelbar oberhalb der Vegetation). Wasser + Wasserdampf) in der Atmosphäre, das Sorgenkind der Klimaforscher scheint leider bezüglich seiner räumlichen wie zeitlichen Verteilung von Druck, Temperatur und Winden in vollständiger Rückkopplung noch nicht modellhaft und damit rechnerisch zu erfassen zu sein und wurde deshalb von der IPCC anfänglich völlig unberücksichtigt gelassen. Dies führte zu fehlerhaften (natürlich mathematisch richtigen aber höchst unvollständigen Modellrechnungen), deren Wahrscheinlichkeit zwischen fast 0 und 1 schwanken. Mit einer mittleren Umsatzzeit von Wasser in der Atmosphäre von etwa 9-11 Tagen und einer mittleren Konzentration von etwa 1,2 %. während CO2 eine mittlere Umsatzzeit von ca. 300 Tagen und einer Konzentration von ca. 0,04% aufweist). Sodaß die Steuerung der Temperatur und des Klimas, die ursprünglich im Meer verortet war, ab der Landnahme der Vegetation allmählich auf die Kontinente in gedämpfter Form überging.. Die Verdunstung wird von der Vegetationsdecke über die Photosynthese gesteuert wobei Wasser als wichtigste energiedissipative Thermostatflüssigkeit dient. Ohne die ursprüngliche Vegetationsverteilung werden dabei heiße ablandige Winde generiert mit der Folge einer Überhitzung der Meeresoberfläche, Abschmelzung von Gletschern,extremen Dürren und excessive Temperaturen und Niederschläge auf den Kontinenten. Dabei spielen die mittleren errechneten Temperaturen kaum eine Rolle, da man kaum eine Ahnung hat was an einer Stelle zu einem Zeitpunkt dieser Wert bedeuten kann. Nichts desto trotz hat diese "excellente" Wissenschaft, durch eine Halbwertszeit von weniger als 5 Jahren zu politischen Maßnahmen geführt, die durch die Menge des gasförmigen, in Flüssigkeit gelösten und den festen Karbonaten von der Verteilung her ebenfalls kaum abschätzbar sind. An ständig wechselnden Gleichgewichten sind diese dynamisch rückgkopppelt sind und scheinen deshalb auch kaum kontollierbar zu sein. Ganz zu schweige Was uns inzwischen auch die Messungen jährlich bestätigen. Ich würde sagen, daß solche Fehlleistung, einmal festgestellt zur sofortigen Abwicklung dieser Institute und der vertretenen Politik führen müßte, denn der volkswirtschaftliche Schaden dieser Fehlbeurteilungen scheint wesentlich höher zu sein als der Schaden, den einige Doktoranden im exzellenten Deutschland durch Plagiate verursacht haben können. Dieser geht in 2-3 stellige Milliarden € und fördert das Bruttosozialprodukt auf Schildbürgerart. Heutige Wissenschaft und Politik welch ein garstig Lied. Man ist dabei uns die Zukunft zu stehlen. Die weltweite Überhitzung und Austrocknung von Oberböden bei Absenkung der Bodenwasserstände fast sämtlicher Landschaften ist von Satelliten weltweit zusammen mit der Wüstenbildung deutlich erkennbar. Die dabei sich verschärfenden Verhältnisse an den Ökotonen Meer - Land führen exakt zu den Verhältnissen die wir beobachten und die einzig und allein durch eine intelligentere Bewirtschaftung vorort durch Landwirte und Kommunen (An die Leistung rückgekoppelte Bezahlung für die Maximierung der Verdunstung, Verhinderung der Versickerung vorort die begrenzt und lokal erzielt werden könnte. Solche Beispiele können bereits heute bespielhaft in lokalen, intelligenteren Volksgruppen wie einzelnen Kommunen und einzelnen Dörfern gefunden werden. Ja ohne hinreichende Kühlung haben wir eine Klimaänderung und Verwüstung durch zuwenig und in ihrer Verteilung vernachlässigte, kühlende Elemente wie Wasser und Vegetation zu erwarten. Um einen Liter Wasser einmal zu verdunsten werden ca. 2500 KJ verbraucht und dementsprechend die Landschaft gekühlt. Ob wir damit die 3° Kelvin (die Hintergrundsstrahlung des Weltalls) erhöhen können bleibe dahingestellt. Erst müsste das dem Reduktionismus angepasste Currikulum für viele weiterführende Schulen und Universitäts-fakultäten geändert werden um allmählich den Quantensprung zu einer höheren nachhaltigeren und brauchbareren menschlichen Intelligenz in Angriff zu nehmen. Ob dabei eine sehr allgemeine Definition der Intelligenz als Fähigkeit Phasenlagen in der Kommunikation zu erkennen und diese Erkenntnis bei der Beobachtung zu nutzen, dienen könnte? Ob es eine Intelligenz ohne Zielsetzung geben kann, weiß ich zwar nicht, doch glaube ich, dass die Zielsetzung, die nachhaltige Nutzbarkeit der Ressourcen durch Dämpfung der lokalen Prozesse an intelligent rückkoppelnden Grenzen verlängert werden könnte und sollte. Nun genug für heute, herzliche Grüße Dir und Deiner Familie Dein Willy

Sonntag, 29. Dezember 2013

Die Schulische Begleitung der Organismierung der Menschheit

Lieber Michael, Dein Aufschlag in unserem Spielchen war so heftig, sodass ich Monate benötigte um diesen zu beantworten. Meine (chemo) Kur hat mich leider auch noch zusätzlich physisch und psychisch mehr als erwartet beansprucht, ich hoffe Du verzeihst mir die verlängerte Schreibpause. Deine Definition einer Struktur wie Du sie beschreibst unterschied sich von meiner Definition dadurch, dass Du bereits 4-dimensonale Muster als dynamische Strukturen definiertest, während ich bisher als Struktur nur räumliche Muster gesehen habe und für Deine Strukturen meist die Worte Funktion bzw. Prozeß gebraucht habe. Auch habe ich versucht die materielle (Partikel) Basis von den Partikelabständen (Beziehungen) zu trennen um aus diesen Abständen die relative Anpassbarkeit der Funktionsdynamik bzw. Optimierbarkeit der Energiedissipation abzuleiten. Ich weiß natürlich noch nicht wie sich die beiden Definitionen bezüglich ihrer Begreifbarkeit unterscheiden würden. Den Absatz habe ich deshalb vorangestellt weil ich vor diesem Hintergrund noch einmal auf eine notwendige Reform unserer Schulen und um von einer mehr objektorientierten Sprache zu einer mehr beziehungsorientierten Sprache kommen wollte. Einer solchen Schule könnte auch als ein allgemeiner wissenschaftlicher Gesamtansatz die Musteranalyse (pattern recognition mit einer eingebundenen Energiedissipation) vielleicht sprachlich neu definiert und vereinheitlicht zugrunde liegen. Damit würde einerseits auch Zufall und Information leichter erkennbar und trennbar, andererseits könnte die Effizienz bzw. die notwendige Redundanz des Sprachprozesses als wichtigstes Mittel der Organismierung von Gesellschaften wieder klarer sichtbar werden. Solche Eingriffe in die Curricula der Schulen wären vielleicht als Übergang für eine nachpubertäre Organismierung der vergesellschafteten Menschen bestens geeignet, wenn diese laufend von bezahlten Laienlehrern in Diskussionen und Praktika (Tätige Handwerker, Reparaturbetriebe, Kleinbetriebe) auf wöchentlicher Basis begleitet würden und damit eine gesteigerte Kohärenz in einer neuen Gesellschaft entstehen könnte. Der Vorteil einer solchen Vorgehensweise wäre, dass sehr viel Parallelwissen und – technik aus den verschiedenen heutigen Ausbildungswegen früh erkannt werden und damit die Effizienz jeglicher Berufsbildung stark gesteigert werden könnte. Eine größere Anzahl von flexibleren Bürgern würde sich damit in einer offeneren, weniger sektorisierten Gesellschaft weiterqualifizieren und den Bedürfnissen verschiedener Lebensphasen bzw. Altersphasen wesentlich leichter anpassen können. Erst in solchen lokal angelegten Strukturen würden gewisse Rückkopplungsmechanismen wieder wirksam werden, Stoffkreisläufe und Produktkreis- aber auch Geldkreisläufe könnten besser regional geschlossen werden. Die ressourcenbezogene Effizienz bzw. die Nachhaltigkeit der Region würde damit richtungssicher erhöht werden. Ein weiterer Schwerpunkt eines zukünftigen Curriculums wären Redeübungen für alle um die heutige Polarisierung der Gesellschaft in solche die eine Sprache mittels SMS am Handy lernt oder Objekte über das Lernen von Werbesprüchen und Reklame beschreibt im Gegensatz zu jenen, die einerseits zuhören können sowie Interessantes zu erzählen wissen oder im Redefluss ausgeglichen kommunizieren können und sich damit schon als künftige „Oberklasse“ qualifizieren. Ich meine, dass heute die überbordende Wissensvermittlung (Wissen mit meist viel zu kurzer Halbwertszeit) einen viel zu großen Teil der Schul- und Lernzeit in Anspruch nimmt, während die pragmatischen Fähigkeiten ein erfülltes Leben zu gestalten oft aus (betriebswirtschaftlichen) Gründen bereits in der Schule in den Hintergrund gedrängt wird. Dabei gehen meist die volkswirtschaftlichen, kulturellen und menschlichen Zusammenhänge in der Gesellschaft verloren oder werden kaum verstanden. Manchmal fragt man sich ob wir für unser Leben lernen oder um als Arbeitskraft (in kurzer gestresster aber teilweise nicht als solcher gefühlten Versklavung) für irgendeine Industrie mittels eines nicht mehr bezahlbaren Schulsystems kaum mehr für die Zeit nach einer meist wenig geliebten Arbeit, geprägt von Existenzängsten, einen Ruhestand ohne Not verdienen können. Wie schon erwähnt, unterscheiden sich menschliche Gesellschaften von der übrigen Natur durch das Eliminieren und der Einführung nicht natürlicher Grenzen und damit der stark beschleunigten Bildung von evolutionsauslösenden Rückkopplungen. Dieser Prozess führt zur Absenkung einer natürlich optimierten Effizienz der Naturfunktionen und resultiert im Zusammenbruch der raum-zeitlichen Kohärenzen im effizienzbestimmenden Evolutionsprozess. Unsere vorpubertäre Lebensphase war meist aus dem Versuch und Irrtum zu lernen geprägt und damit Phasenlagen zu erkennen. Die deduktive Phase folgt meist der Pubertät. Die Gesellschaften haben mit äußerst wenigen Ausnahmen diese Phase noch nicht erreicht. Damit sollte der Mensch lernen den Schöpfungsauftrag „Macht Euch die Erde untertan“ neu zu interpretieren und mit neuer Intelligenz eine Steuerung der Natur zusammen mit den Gesellschaften zu bewerkstelligen. Phasenlagen sind raumzeitlich modulierte Wellen. Reitet eine Modulation auf einer höherfrequenten Welle, bekommt man veränderliche Bilder. Die Phasenlage muss erkannt werden. Beispiel: bei einer Temperatur von 250 °C ist es ein Unterschied, ob es sich um eine Abkühlungs- oder Erwärmungsphase handelt. Die Phasenlage kann durch einen Vergleich mit einem zweiten Zeitpunkt erkannt werden. Beispiel: Vegetation nimmt zu oder ab, Verdunstung nimmt zu oder ab, eine Abflussganglinie kann analysiert werden. Abnehmender Grundwasserspiegel führt zu geringeren Transporten, ansteigender zu höheren, Beachtung der Prozesse durch wechselfeuchte Bedingungen (erhöhte Mineralisierung). Es kann keine Parallelgesellschaft geschaffen werden, die entgegen diesen naturwissenschaftlichen Grundsätzen handelt. Wir schöpfen Zukunft dadurch, dass wir die Phasen verlängern und nicht verkürzen. Die Dämpfungsglieder sind Kreisprozesse. Kreisprozesse können für die Steuerung eingesetzt werden. Beispiel Ernährung mit Fleisch: Nutzung von Tieren mit kurzer Generationszeit (Hühner, Enten, vielleicht bis hin zum Schwein). Diese Zusammenhänge werden in der Gesellschaft implementiert durch Förderung der Kreisprozesse. Orte der Steuerung und Orte des Geschehens müssen dabei zusammengelegt und Beliebigkeit vermieden werden. Womit wir dabei wären, dass der einzelne Landwirt zusammen mit den einzelnen Konsumenten verantwortlich für die lokalen Kreisprozesse wird. Diese Kopplung wiederherzustellen müsste vorrangigste Funktion einer Zusammenführung von Volks- und Betriebswirtschaft über Besteuerung führen. Wenn die Natur eine Matrix mit optimaler Stabilität erzeugt, dann muss der Mensch in diese Matrix eingeführt und eingefügt werden und nicht umgekehrt. Ziel ist die Schaffung von z.B Agroforstwirtschaften und zusätzlich Gärtnereien mit Solarheizungen. Es soll der Übergang von „Pubertät“ der Menschwerdung zur „Organismierung“ stattfinden. Die Zellen werden so organisiert, dass sinnvolle Organ oder Organismusfunktionen zu einem Gesamtorganismus oder einem Gesamtökosystem für jedes vernünftig nur über Transport abgegrenzte (natürlich begrenzte Gebiete sind nur Wassereinzugsgebiete) mit ausgeglichener Export-Importbilanz Staatsgebilde entstehen. Irreversible Verluste werden gedämpft. Zukunft wird geschaffen. Das Geld hat Gott sei Dank aufgehört, zu arbeiten, es gibt kaum Zinsen mehr. Das Geld ist damit wertlos als Tauschwährung geworden und muss durch eine Funktion für den Bodenwert gedeckt, ersetzt oder ergänzt werden (Hic et nunc). Wirtschaft kann umgestellt werden durch Ergänzung des Stoffrecyclings durch ein Produktrecycling. Die Nutzungsdauer der Waren sollte dann immer verlängert werden. Die Logik einer solchen Entwicklung sollte sichtbar werden. Die Logik der Optimierung des landschaftlichen Wirkungsgrades und damit auch des gesellschaftlichen Wirkungsgrades ist durch die heutigen Wirtschaftsprozesse so in den Hintergrund gedrängt worden, dass sie nicht (mehr) sichtbar ist. Also müssen diese Zusammenhänge auf die Agenda, sie müssen öffentlich wahrgenommen werden, sie müssen schulisch und universitär geprägt werden, wenn wir Zukunft für nachkommende Generationen schöpfen wollen. Wollen wir unseren wirtschaftlichen Niedergang bis zu neuen Revolutionen treiben oder sollen wir intelligente demokratische Voraussetzungen schaffen um Märkte zu bekommen mit gesteuerten Rahmenbedingungen die uns innerhalb von Grenzen (ohne Redundanz von Wahlprozessen) ausgeglichen leben lässt? Wo befinden sich denn unsere Politiker gesehen in Koalitionsverhandlungen und bei der Administration? An welchen Kriterien müssten sie gemessen werden? Können solche Kriterien von unserer Qalitätsjournaille täglich initiiert und wie eine neue Sau durchs Dorf getrieben werden, oder gibt es deduktive Ansätze die bereits in unseren Schulen funktional vorgeprägt werden können? Es gibt viel zu tun, packen wir es an bereits heute!

Dienstag, 6. August 2013

Die Organismierung der Menschheit

Lieber Willy, Waidhofen/Y, 6.8.2013 nun sind schon fast zwei Jahre seit unserem letzten „Ping-Pong“ vergangen, zwei Jahre, in denen sich sehr viel getan hat. Es hat mir unerhört gut getan, Dich wieder zu sehen. Vielen Dank an dieser Stelle an Dich und Deine Frau für die Gastfreundschaft in Eurem neuen Domizil in Haag! Besonders schön war es, dass unsere Diskussionen eigentlich ohne Bruch wieder aufgenommen werden konnten. Trotz der langen Zeit zwischen unseren Treffen sind unsere Gedanken nicht auseinander gedriftet, sondern vielleicht noch fokussierter geworden. Unsere Treffen haben mich dazu gebracht, kurz in unsere zukunftspost zu sehen und einmal Revue passieren zu lassen, wie sich unsere Diskussion bis heute entwickelt hat. Dabei habe ich festgestellt, dass wir eigentlich die wesentlichen Fragestellungen der Entstehung unserer Realität und der Evolution schon ziemlich weit vorangetrieben und ein insgesamt stimmiges Bild entworfen haben. Wir haben ja eigentlich auch schon beschlossen, uns den Folgerungen unseres Bildes der Realität und der Evolution für die Entwicklung der Gesellschaft zu widmen, ein Vorhaben, dass in unserer Situation am Anfang einer globalen Wendezeit sicher notwendig ist. Ein bisschen haben wir in dieser Hinsicht natürlich schon vorgearbeitet, in dem wir uns mit Grundzügen von Wirtschaft und Politik auseinander gesetzt haben. Jetzt sollten wir einen neuen Anlauf nehmen, uns nicht mehr und nicht weniger vornehmen als das intellektuelle Fundament einer neuen Zeit, eben der Zukunft, der unsere Post gewidmet ist, zu legen. Natürlich nehme ich den Mund wieder ganz schon voll und ich weiß natürlich, dass ich, selbst mit Deiner gewaltigen Hilfe, das nicht schaffen werde. Aber wenn niemand die erste Skizze für ein Gebäude zeichnet, wird es nicht entstehen. Also muss irgendwer anfangen, warum sollen das nicht wir zwei sein? Selbst wenn der Bau dann ganz anders aussieht, als wir uns das ausgedacht haben, so haben wir es eben versucht. Besser intellektuell mit der Entwicklung ringen und scheitern, als nur „Kronen Zeitung“ zu lesen und alles geschehen zu lassen! Mut kann man sich nicht kaufen! Nach dem ich mir, wie der kleine pfeifende Junge im Wald, genug Mut gemacht habe, hole ich ganz tief Luft und gebe der Zukunft ihren Namen: Das „Zeitalter der Organismierung der Menschheit“. Eigentlich hat mich die Diskussion mit Dir letzte Woche bei dem schönen Mostheurigen auf diese Bezeichnung gebracht. Du hast davon gesprochen, dass wir in einer Wendezeit leben, in der die Menschheit aus ihrer Vorpubertät in die Pubertät tritt. Ähnliches hat schon Ken Wilber in seinem Buch „Halbzeit der Evolution“ behauptet. Ich finde das Bild vom Eintritt in die Pubertät aus vielen Gründen passend. Einerseits schließt die Pubertät das Wachstum ab, ein Vorgang, der ja auch auf die Menschheit in naher Zukunft zutrifft, sowohl was die Anzahl der Menschen als auch ihren Ressourcenverbrauch betrifft. Andererseits ist dies die Zeit, in der Menschen sich ihrer Beziehung zur Gesellschaft im Allgemeinen und dem anderen Geschlecht im Besonderen bewusst werden. Sie werden sich selber als Teil des Gesamten bewusst. Auch hier sehe ich eine Parallele zur derzeitigen Situation der Menschheit: Wir werden uns zunehmend unserer globalen Abhängigkeit voneinander bewusst, ebenso wie unserer intrinsischen Verbundenheit mit der Natur. Als Menschheit haben wir uns in wunderbarer Weise an die Beschreibung Teilhard de Chardin’s gehalten: In wenigen Millionen Jahren, in einem Augenblick der Geschichte unseres Planeten, haben wir unsere Spezies globalisiert. Die Welle der Ausbreitung der Menschheit, die gepaart mit einem exponentiellem Wachstum der Aneignung der Natur durch uns Menschen war, ist einmal um den Erdball gelaufen und trifft nun auf sich selbst. Das ist der Startpunkt dieser neuen Ära, Zeit für uns unsere Spezies-Kindheit abzulegen und in die Pubertät einzutreten. Wie aber komme ich dazu, dieser neuen Ära unter das Motto „Organismierung der Menschheit“ zu setzen. Nun, auch dazu haben mich unsere jüngsten Diskussionen gebracht. Dazu möchte ich aber kurz Themen, die wir in der zukunftspost bereits behandelt haben, ins Gedächtnis zurück rufen und in diesen neuen Kontext stellen. Wir haben ganz am Anfang bereits Endlichkeit als den Ausgangspunkt der Realität festgelegt. Vielleicht kommen wir ja im Laufe der zukunftspost noch auf die theologischen Folgerungen daraus zurück, die wir ja bei dem Mostheurigen auch diskutiert haben. Wesentlich aber ist, dass Endlichkeit immer bedeutet, dass es etwas Anderes gibt. Die Existenz, auch unsere eigene, ist ohne das andere nicht möglich. Es gibt uns nur, weil es das Andere gibt. Der Grund dafür ist, dass Existenz ja auf Wahrnehmung aufbaut. Nehme ich nichts mehr war, so bin ich auch nicht mehr. Wahrnehmung ist aber eine bestimmte Form von Wechselwirkung, und Wechselwirkung ist nur mit „dem Anderen“ möglich. Existenz, unsere ganze Realität, ist daher nichts anderes als ein Netzwerk von Wechselwirkungen. Diese Wechselwirkungen ihrerseits strukturieren unsere Realität, sie „erzeugen“ Raum und Zeit und alle anderen Strukturen unserer Realität, Alles ist nichts anderes als ein Konstrukt dieser Wechselwirkungen. Endlichkeit (also die Trennung von einem umfassenden Ganzen) schafft daher Wechselwirkung schafft daher Realität. Auch hier ließe sich trefflich theologisch einhaken, was wir aber auch auf später verschieben wollen. Aber diese Wechselwirkungen haben ihre eigene Gesetzmäßigkeit, diese Gesetzmäßigkeit ist die Selbstorganisation unserer Realität. Evolution ist kein Zufall, sie ist unserer Realität zu Grunde gelegt. Damit ist auch Leben keineswegs etwas zufällig entstandenes, sondern eine Eigenschaft dieser Realität. Materie kann gar nicht anders, sie muss zum Leben führen! All das haben wir in der einen oder anderen Form in unserem Diskurs schon abgehandelt, es ist auch gar nicht so neu. Ähnlich haben schon Varela und Maturana, die beiden chilenischen Wissenschaftler, die so viel zum Verständnis von Selbstorganisation beigetragen haben, argumentiert. „Wir erschaffen die Realität und das Leben dadurch dass wir leben“ ist einer ihrer Kernsätze, er stimmt genau mit dieser Sicht der Realität, die wir diskutiert haben, überein. Was wir aber weiter diskutiert haben, dort beim Mostheurigen, weist aber darüber hinaus. Wir haben uns diesen Vorgang der Selbstorganisation näher vorgenommen und ihn auf seine Elemente hin analysiert. In Deinen Abhandlungen hast Du ja schon immer auf die zentrale Rolle des Wassers für unsere Lebensform hier auf der Erde hingewiesen. Wasser für sich hat bereits wichtige Eigenschaften aus der Sicht der Selbstorganisation, es kann sich selbst strukturieren, von den Wasserclustern bis hin zu den zu den Rollzellen bei starkem (Wärme-) Energiefluss durch Wasser. Worauf du aber ganz besonders hinweist (und das auch in vergangenen Abschnitten unserer zukunftspost ausgeführt hast) ist Dissoziation des Wassers, die sich im pH Wert ausdrückt: Wasser ist daher zu jedem Augenblick ein reagierendes System, es stabilisiert ein dynamisches Gleichgewicht einer Radikalreaktion. Damit haben wir ein Element, das offensichtlich für Selbstorganisation und „Leben“ notwendig ist: Ein System, das zumindest soweit in sich selbst strukturiert ist, dass es „schwingt“ (also dynamische Reaktionen auf Pulse zeigt) und Austauschvorgänge zwischen seinen Teilen zulässt und reaktive Komponenten (im Fall von Wasser eben die H+ und OH- Ionen) einbettet und diese Reaktionen stabilisiert. Wasser für sich schafft aber kein Leben, es kann sich zwar erstaunlich komplex und großräumig strukturieren, aber eben keine organische Verbindung aufbauen. Dazu bedarf es offensichtlich dreier weiterer Komponenten: Diskretisierte (pulsierende) Flüsse wie etwa Lichtwellen, Grenzflächen und strukturfähigen Rezipienten. Die Grenzflächen dienen dabei einerseits der Weitergabe der Pulse (also des Austausches über die Grenzfläche hinweg) und andererseits der Modulierung dieser Schwingungen, die durch die pulsierenden Flüsse ausgelöst werden. Damit können die reaktiven Systeme (im Falle des Wassers eben die Wasserionen) örtlich angeregt werden (was ja in jeder normalen Katalyse auf passiert) und die Reaktion an strukturfähige Rezipienten weitergeben. Im Falle der Entstehung des Lebens sind das eben die Kohlenstoff-Verbindungen, vor allem Kohlendioxid, das durch diesen Vorgang zu Kohlenwasserstoffen umgewandelt wird. Dieser Vorgang stabilisiert sich zu neuen Strukturen, wenn das neue Gesamtsystem (also etwa Wasser und die neu entstandenen Kohlenwasserstoffe) die gepulsten Ströme besser zu „dissipieren“, d.h. zu Strukturen zu führen, die diese Pulse mit kleineren Potentialunterschieden an weitere Rezipienten weitergeben können. Ich habe in dieser ganzen Argumentation einen Begriff verwendet, den ich hier noch nicht erklärt habe: Struktur. Wir haben natürlich schon viel darüber in der zukunftspost geschrieben aber für die weitere Argumentation und die Unterstützung meiner frechen Namensgebung der Zukunft möchte ich hier noch ein wenig weitergehen in der Diskussion. Strukturen sind nicht fixe, unverrückbare „Dinge“ sondern dynamische Prozesse, die ein System von inneren Strukturen, die für sich wieder dynamische Prozesse sind, verknüpfen. Das wesentliche, was Strukturen aber unterscheidet von anderen Wechselwirkungs-Prozessen (die ja auch dynamisch sind und die auch „Strukturen“ miteinander verbinden) ist, dass diese Wechselbeziehungen in einer Struktur rekursiv sind und sich durch Rückkoppelung stabilisieren. Du hast in unserer Diskussion immer wieder von Kreisprozessen gesprochen: Genau solche Rückkoppelungen sind das Charakteristikum von Strukturen. * Aus dieser Definition von Strukturen folgen nun eine Reihe von interessanten Eigenschaften, die wir noch für unsere Argumente brauchen werden. Rückkoppelungen unterscheiden die Strukturelemente von den Elementen, die nicht Teil der Struktur sind. Es gibt daher ein Innen und ein Außen für diese dynamischen Prozesse, die wir Strukturen nennen. Strukturen wirken daher für sich strukturierend, sie strukturieren unseren Raum und damit unsere Realität. Sie bilden daher Grenzen zu ihrem „Außen“. * Strukturen wirken aber auch strukturierend auf jeden Puls-Fluss: Sie nehmen aus dem Puls das, was sie für ihre eigene Stabilisierung durch die rekursiven Prozesse in ihrem Inneren brauchen und dissipieren auf diese Art den Puls in ihre eigene dynamische Stabilität. Diese Aufnahme des Pulses erfolgt über ihre Grenzflächen, die außen von innen trennen. * Strukturen modulieren daher Pulse und wirken so auf ihre Umgebung verändernd. * Strukturen können für sich selbst aber auch mit anderen Strukturen in Wechselwirkung treten, wobei diese Wechselwirkungen durch die Art der internen rückgekoppelten Prozesse und nicht durch die Qualität des Pulses, den sie selbst nutzen, bestimmt sind. Damit erlauben Strukturen die Dissipation von Pulsen auf ganz anderen Ebenen (und durch ganz andere Potentiale bestimmt), sie Erhöhen damit wesentlich die Dissipationseffizienz des gesamten Systems und machen damit das System (also die Gesamtheit der Strukturen, die durch den Puls-Fluss betroffen sind) stabiler. * Strukturen verändern durch ihre Wechselwirkungen mit anderen Strukturen dieses Gesamtsystem, ein Vorgang, den wir üblicherweise als Evolution bezeichnen. Aus dieser Sicht ist „Leben“ weder etwas unheimlich Zufälliges noch etwas Besonderes: Es ist eine direkte Folge der Realität, es sind Strukturen, die sich nach einem bestimmten Bauplan selbst erzeugen. Dieser Bauplan ändert sich gegenüber der Lebensdauer der einzelnen Struktur nur langsam. Wie der Bauplan stabilisiert wird und sich verändert ist ein Kapitel für sich, das wir später in unserer zukunftspost erörtern sollten. Innerhalb dieses Phänomens Leben erkennen wir aber einen weiteren Vorgang den ich Organismierung nennen möchte. Er ist nichts anderes als die Vergesellschaftung lebender Strukturen ihre Differenzierung und der Aufbau rekursiver Wechselwirkungen zwischen diesen Strukturen. Dieser Vorgang führt zu einer neuen Struktur (dem Organismus), die sich ebenfalls wieder selbst erzeugen kann und damit stabilisiert. Dieser Vorgang stellt immer einen Quantensprung in der Effizienz der Nutzung des Puls-Flusses dar, da innerhalb eines Organismus nun Rückkoppelung auf ganz unterschiedlichen Ebenen stattfinden kann und damit der einmal aufgeprägte Energiepuls in sehr vielen Kanälen dissipiert werden kann. Hier will ich diese ziemlich trockene Wiederholung unserer Diskussion einmal abschließen und zu meiner Anfangsthese zurückkehren: Was wir sehen sind erste Anzeichen der Organismierung der Menschheit. Wir sehen einerseits eine starke räumliche Differenzierung und Diskretisierung der menschlichen Gesellschaft. Unsere wachsenden Städte legen davon Zeugnis ab. Gleichzeitig erkennen wir die starke Differenzierung im Sinne der Arbeitsteilung. Zusätzlich dazu ist bereits der Druck von außen zur Effizienzsteigerung unserer Ressourcennutzung klar am Horizont erkennbar. Noch aber sind unsere Systeme offen, unserer Wechselwirkungen miteinander sind weder systemisch rückgekoppelt noch sind uns deren Auswirkungen wirklich bewusst. Langsam erst dämmert uns unsere Abhängigkeit von einer endlichen Mitwelt und voneinander. Dabei spielen die neuen „Nervenbahnen“ der Neuen Medien und die Demokratisierung des Wissens durch das Internet eine wichtige Rolle. Langsam dämmert uns auch die Notwendigkeit, unsere eigenen Lebensentscheidungen, ob im Konsum oder dem Umgang mit dem „Anderen“ in Gesellschaft und Mitwelt in den Rhythmus eines zusammenhängenden Organismus zu bringen. Das alles weist auf unseren Eintritt in diese Ära der Organismierung der Menschheit hin! Für heute möchte ich damit Schluss machen, auch weil wir ja über dieses mein „Ping“ persönlich diskutieren können. Die Zukunft unserer zukunftspost sehe ich darin, für diese Ära einige intellektuelle Grundsteine zu legen. Ich freue mich schon auf unsere gemeinsame Arbeit „am Bau“! Dein Michael

Montag, 10. Oktober 2011

Neue Bildung ist nötig

Lieber Michael,
Zunehmend überstürzende Veränderungen unserer weltwirtschaftlichen Umwelt sowie die sich häufenden Fehlleistungen unserer von der Wirtschaft alimentierten Wissenschaften haben mich zu einer relativ langen Denkpause veranlasst, für die ich mich bei Dir entschuldigen möchte. Diese Denkpause hat mir allerdings ermöglicht meine Perspektiven zu überprüfen und anzupassen.
Danke für Deinen äußerst stimulierenden Blog über „Selbstorganisation, Politik und ein neues Bildungsideal“. Wir begannen unseren Blog damals mit den Betrachtungen über eine sich ankündigende Wendezeit. Jetzt scheint sich der Zeitpunkt für diese gesellschaftliche Wende rasant zu nähern. Eine Analyse des „Treibers“ für diese Entwicklung scheint die stetig wachsende Lüge bezüglich der notwendigen Rolle des Wachstums in unseren Weltgesellschaften zu sein. Die völlige Offenheit und Deckungslosigkeit unserer Geldsysteme nährt die Versuchung eines jeden Spekulanten soviel Geld wie möglich zu schöpfen. Eine Kontrolle der Geldwirtschaft gibt es dann nicht, wenn die Geldmenge zur Beliebigkeit wird und von jeder Spekulation beeinflusst werden kann.
Das sich immer rascher drehende Spekulationskarussell und die immer rascher und von Computern weltweit ermöglichten Transaktionen und Geldflüsse in Millisekunden scheinen unsere Wirtschaftsweisen für die Zukunft in Frage zu stellen.
Ich habe vorgestern vom sich beschleunigenden OOPs (out of paradigma) Erlebnis gelesen (siehe Link) und muss leider der Analyse eines rapide wachsenden chaotischen Zustandes unseres Planeten zustimmen. Der sich rasch entortet und entzeitlicht verändernde Zustand scheint in der Geschichte vom alttestamentlichen Turmbau von Babel bereits vorausgesehen worden zu sein.
An diesem zunehmend chaotischen Zustand scheinen nun auch Politik und Wissenschaft mitzugestalten. Die Tatsache dass sowohl Atmosphäre wie auch Wasserkreisläufe in ihrer räumlichen und zeitlichen Verteilung hauptsächlich durch sich ständig verändernde aber robuste Lebensprozesse moduliert wurden haben erst über die daraus resultierenden Rückkopplungen den Evolutionsprozess angetrieben. Wir zweifeln dies durch primitivste Simulationsmanipulationen an und stellen die Tatsachen auf den Kopf. Eine statische Artenvielfalt sowie die Konstanz von CO2 in der Atmosphäre sind zur Basis für Nachhaltigkeit und damit zur Staatsreligion erklärt worden. Die Politik, bereits ausgestattet mit dem notwendigen Machtmonopol scheint nun auch unter Hinweis auf pseudodemokratische Rituale („political correctness“) das Monopol der Interpretation von Wissenschaft und Dogmatik des ewig wachsenden Wirtschaftsprozessen anzustreben.
Dieses Handeln wird durch unsere Schulbetriebe wie auch in Universitäten weitergelehrt. Rückkopplungen als Treiber der natürlichen Prozesse werden nicht mehr verstanden sondern verteilungsfreie und reduzierte Simulationsmanipulationen werden zur Basis unseres Verständnisses gemacht. Wir werden wohl wie so viele andere vor uns auf den Müllhalden der Geschichte landen. Tragisch ist dabei, dass unsere Jugend durch die Unkenntnis von den dynamischen bzw. biologischen Prozessen als Lebensgrundlage und den daraus folgenden Rückkopplungen intellektuell wegsortiert werden wird.
Was also tun? Ich glaube dass die vom Menschen immer mehr angestrebte Grenzenlosigkeit ohne Rückkopplungen, die daraus resultierende Hybris sowie die Maßlosigkeit und Gier wichtige Analyseobjekte unserer Schulerziehung sowie Bestandteile in Forschung und Lehre sein müssten, da die Überwindung dieser als eine allgemeine Basis einer natürliche Ethik dienen könnten. Eine natürliche Ethik müsste die Regeln für ein dynamisches Zusammenleben unter der Maßgabe einer ständigen und lebenslangen positiven Veränderung (Menschwerdung) des einzelnen Individuums durch seine Zunahme von Erfahrung und Wissen beinhalten. Die wichtigsten Eigenschaften des Menschen entstehen aus der Interaktion bzw. Kommunikation mit einem menschlichen Umfeld und nicht in der heute gelehrten Interaktion mit den Objekten. Der Themenkomplex erfordert ein Umdenken und eine Neubewertung von Bildungssystemen, ihrer Kosten und Strukturen wenn das Bildungsziel nicht in erster Linie die Ausbildung von zertifizierten Komponenten eines Wirtschaftssystems gefragt sind, sondern wertvolle Mitglieder einer integrierten Gesellschaft bestehend aus allen Generationen und allen Mitgliedern mit Migrationshintergrund. Das Bildungsziel könnte nach der Grundschule und dem Erlernen von den Grundkenntnissen durch frühe Integration in gesellschaftliche Strukturen wie Verwaltung, handwerkliche Berufe, landwirtschaftliche Aktivitäten, technische, wissenschaftliche und soziale Berufe sowie in entsprechenden Weiterbildungsmaßnahmen erfolgen. Die Schulpflicht könnte dann durch einen von der Gesellschaft getragene Bildungs- und Ausbildungsauftrag ersetzt werden. Wobei die Zertifizierungselemente neu überdacht und anders gestaltet werden sollten. Die hohen Kosten des Bildungssystems könnten durch integrierte Bildungsgruppen und Leistungsvergütungen von den Kommunen für Lehrende und Schüler mit Mindestsätzen erheblich gesenkt werden. Der Kenntnishintergrund ist heute einfach und billig durch das Internet zugänglich.
Mir ist natürlich völlig bewusst, dass solche Änderungen erst das Resultat von Versuchen bei positivem Ausgang sein können. Wie komme ich den eigentlich dazu mir darüber den Kopf zu zerbrechen? Ausgangspunkt für die Überlegungen war für mich ein Gutachten mit dem Titel „Welt im Wandel – Gesellschaftsvertrag für eine große Transformation“ vom wissenschaftliche Beirat der (deutschen) Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU). Bei der Lesung dieser Lektüre wurde mir klar, dass eine solche grundlegende geplante Transformation höchst unwahrscheinlich und unbezahlbar wird wenn sie, wie beschrieben, unter den gegebenen Rahmenbedingungen erfolgen sollte. Die erarbeitete Vorgehensweise läuft dabei völlig konträr zu einem natürlichen evolutionären Prozess indem dogmatische Forderung nach heutigen und globalen wissenschaftlichen Kriterien erarbeitet werden und nicht, wie in der Natur vorgesehen kleinste, lokale Lösungskorridore sich unter den gegebenen energetischem Umfeld zu größeren Strukturen vergesellschaften und diese sich im kompetitiven Umfeld als nachhaltiger wachsend erweisen als die Übrigen, die dabei zwangsläufig schrumpfen müssen. Solche kleinen Lösungen werden aus den Rückkopplungen einer sich auflösenden Struktur gezeugt („und neues Leben sprießt aus den Ruinen“). Ich würde annehmen dass es sich bei den Ruinen um die unseres Wirtschaftssystems handelt. Ich glaube auch, dass die Effizienz nur orts- und zeiteingebunden bestimmbar wäre und der evolutionäre Prozess daher nicht simulierbar ist. Ich habe mit Ende des zweiten Weltkriegs als Kind die Wiedergeburt des Wirtschaftswachstums hautnah erlebt. Das heutige Wirtschaftssystem, mag zwar etwas besser an die Gier der Menschen angepasst gewesen sein als die sozialistische Variante. Beide scheinen mir jedoch gleichermaßen zunehmend über die Insolvenz zu verschwinden. Der neue wissenschaftlich fundierte Gesellschaftsvertrag der WBGU op.cit. scheint mir geeignet um diesen Prozess der Erosion eher noch zu beschleunigen.
Ich freue mich schon wenn Du mich besuchen kommst. Beste Grüße Dir und Deiner Familie von Willy

Link: http://sd.defra.gov.uk/2011/09/oops-solving-global-problems-in-complex-systems/