Dienstag, 10. März 2009

Raum und Zeit in der Realität

Lieber Michael, Sonntag 8. März 2009-03-09



Deine Überlegungen zu „Anfang und Ende“ fand ich sehr spannend zumal ich am Gymnasium einen Lehrer hatte, der uns einmal eine unendliche Reihe aus zufällig abhängigen Gliedern vorstellte und über eine notwendige Bedingung für die gesamte Reihe sprach. Ich möchte deshalb heute über die Realität unserer räumlichen und zeitlichen Grenzen bzw. über die Begriffsbildung der Realität etwas anmerken, das mich bisher sehr beschäftigt hat.

Unsere menschliche Wahrnehmung scheint aus den Sinneseindrücken, die in unserem Gehirn zu Bildern verarbeitet werden zu bestehen. Über Sinneseindrücke und ihre Verarbeitung sind wir an unsere Umwelt energetisch gekoppelt. Die Eindrücke führen zu verschiedenen Rückkopplungsmustern, die entweder passiv als Reflexe oder bewusst als Handlungen wahrgenommen werden. Von Interesse für das reale Raum- und Zeiterlebnis scheint mir die für die einzelnen Sinne(skanäle) bestehende, synchronisierte Frequenzweiche im menschlichen Gehirn zu sein, die sowohl für den Tastsinn, den Gehörsinn und den Sehsinn bei einer Frequenz von <> 20 Hz ein Kontinuum des entsprechenden Sinneseindrucks wahrgenommen wird nämlich ein Druck, ein Ton bzw. eine Farbe. Die Überlagerung dieser frequenzbedingten Eindrücke wird dann von unserem Gehirn als Bild wahrgenommen, das je nach Modulation (extern und aktiv intern) beweglich oder (nur aktiv intern) unbeweglich erscheint. Mit aktiv intern soll hier bedeuten dass die Sensoren bezüglich Richtung und Intensität des Sinneseindrucks in Rückkopplung steuerbar sind.

Mir scheint, dass das Erlebnis von energetischen Wechselwirkungen aus diesen Gründen von uns nur in einer raumzeitlichen Art und über die Trägheit der bewegten „wechselwirkenden“ Massen wahrgenommen werden kann. Darauf beruht nun unsere Wahrnehmung der Energie (Kraft) als Masse mal Moment.

In der klassischen (Newtonischen) Physik wurden die Begriffe von Materie und Energie noch sehr unabhängig voneinander betrachtet während sie heute nur gekoppelt als Wechselwirkung gesehen werden. Damit wird das klassische “Ding an sich“ als statisches Gefüge zum dynamischen System das mindestens aus zwei verschiedenen Objekten (wobei eines der Beobachter sein kann) die erst über ihre Wechselwirkung (Dynamik) beobachtet werden können.

Natürlich wirst Du fragen wozu solche Überlegungen notwendig sind?

Darauf will versuchen ich zwei Antworten zu geben:

1.) Unsere Wechselwirkung Sonne - Erde scheint durch die energiedissipativen (Energie verteilenden) Prozesse (ordnende Kreisprozesse) zur Strukturierung unseres Planeten und einer geordneten kontinuierlichen Absenkung der Energiepotentiale geführt zu haben. Das wichtigste energiedissipative Medium war dabei das Wasser, das durch raumzeitliche Absenkung der Energiedichte über die ganze Erdoberfläche die Temperatur verteilt und regelt und damit eine Vielfalt von Stoffkreisläufen als Kreisläufe und Lebensprozesse aufbaut. Dabei wird verdunstet, an anderen Orten wieder Niederschlag gebildet. Die Ladungen (Elektronen und Protonen) im Wasser werden an Grenzflächen getrennt, Stoffe werden aufgelöst und wieder ausgefällt. Gestein wird verwittert und die Oberflächenenergie erhöht. Wasser wird in lebenden Zellen gespalten. Es wird unter Bildung des Sauerstoffs in der Atmosphäre entweder als nicht „erneuerbare“ fossile Energiequelle im Boden festgelegt und stark Zeit verschoben wieder genutzt, oder von anderen Organismen veratmet bzw. als Nahrung verwendet. Dabei wurden Temperaturverteilungen, Atmosphärenzusammensetzung und Energetik unseres Planeten durch ständige energieaktive Kreisläufe vorrangig in der Biosphäre geregelt.

Die aktuellen Klimamodelle

2.) All dies steht im krassen ‚Gegensatz zu den aktuellen Klimamodellen.
Die Evolution von Lebensprozessen aus den bereits vorhandenen energiedissipativen Strukturen bzw. an den dynamischen Phasengrenzflächen zum Wasser mussten zwangsläufig unter dynamischen Bedingungen bei Absenkung der ursprünglichen Energiedichten und der Temperatur zu weiteren dynamischen stoffwechselnden Strukturen führen. In den Meeren bildeten sich anfänglich bereits in gekoppelten chemischen temperaturbedingten Gradienten chemoautotrophe Bakterien (diese gewinnen ihre Energie zum Aufbau von Biomasse aus oxidativen oder reduktiven Reaktionen). In einer ursprünglich reduzierenden Atmosphäre bestehend aus Kohledioxid und Methan entstanden in Gewässern autotrophe, photosynthetisierende Lebewesen die Wasser spalten konnten und wo der Wasserstoff im status nascendi CO2 zu Kohlehydratradikalen reduzieren konnte. Diese kurzlebigen Stoffe wurden am Entstehungsort später unter weiterer Energieabgabe zu Zucker, Stärke und Zellulose umgebildet. So wurde die CO2- Konzentration in der Atmosphäre bis zu 0,2-0,3% so weit abgesenkt bis CO2 zum begrenzenden Faktor für die weitere Steigerung der Produktionsprozesse wurde während Methan vorerst durch methanoxidierende Bakterien mittels Sauerstoff zur Bildung der eigenen Biomasse veratmet wurde. Mächtige biogene Ablagerungen in Form von Kohleflözen entstanden an Land. Mächtige biogene sedimentäre Kalkablagerungen entstanden in den Meeren. Die Zusammensetzung der Atmosphäre war also zu keinem Zeitpunkt von einem statischen chemischen Gleichgewicht geprägt sondern durch die sukzessive Evolution der energiedissipativen Lebensprozesse. Eine Abstrahlung von Energie an das Weltall sowie eine Rückstrahlung von langwelligem Licht an das Universum sind daher höchst spekulativ zumal auch die Eigenwärme der Erde sich seit der biogenen Atmosphärenbildung kaum mehr durch Abkühlung (Abstrahlung in das Weltall) veränderte. Diese Beobachtung lässt auch den Schluss zu dass eine kugelförmige Abstrahlung bei anisotroper materieller Umgebung eher eine Ausnahme als die Regel darstellt.

Während abhängig vom Abstand Quelle-Senke sich eine Abstrahlung zur Senken zeigt, scheint der fast leere Raum mit seiner unerheblichen Wärmekapazität kaum davon betroffen zu sein. Im Gegenteil scheint eher die Temperatur eines Strahlers bei Mangel an Senken in Rückkopplung an die Temperatur und den die Temperatur verursachenden Prozesses bis an die Grenzen der Stabilität anzusteigen. Die Messungen von elektromagnetischer Rückstrahlungen der Erde durch Sensoren unserer Satelliten sind kaum interpretierbar da Wechselwirkungen nur unter bilanzierbaren Quellen- und Senkenverhältnissen stattfinden können. Sensoren im Raum sind wenn kühler als die Quelle thermodynamische Senken und sind in Bezug auf ihre Eigenschaften wie auf die Wärmekapazität singuläre Artefakte im Universum. Feynmans elektrodynamische Theorie des Lichts (QED) benötigt als Senke materielle Elektronen und Protonen. Aus diesem Grund sollte auch die Albedo in ihrer Bedeutung für die energetische Strahlungbilanz überprüft werden.

Die Beschleunigung der Atmosphäre durch die aus energetischen Anlagen emittierte Wärme (im allgemeinen >50% der umgesetzten Energie stellt in Verbindung mit der Vernichtung der temperaturausgleichenden Verdunstung an den Blättern der Vegetation und der Taubildung, der Austrocknung der Böden und der Erdoberfläche durch massive Eingriffe in den Bodenwasserhaushalt (Bergbau, Siedlungswasserwirschaft, Landwirtschaft) verursachen eine Vernichtung der natürlichen Dämpfungsmechanismen. Diese führen zum Großteil zu den heutigen beobachteten Veränderungen des Klimas, zur Überwärmung der Meeresoberfläche und zum Abschmelzen von Gletschern.

Zur Reparatur des veränderten Klimas sind daher völlig andere Maßnahmen erforderlich, als eine Ächtung des Leben spendenden Kohlenstoff Metabolismus und einem Völker- verdummenden Zertifikathandel aufgebaut auf ökonomischen „wissenschaftlichen“ Überlegungen, die sich eben erst durch den Zusammenbruch des Finanzsystems selber falsifiziert haben und die möglicherweise zu einer Verbreitung der unsere Gesellschaften zunehmend bedrohenden Kernkraft mit den irreversiblen Prozessen einer Verseuchung durch radioaktiven Abfall führt.

Der Zustand der Klimawissenschaft

Es ist mir deshalb unbegreiflich, dass die energetische Rolle der dissipativen Wasser- Vegetations und Stoffprozesse, die als Kreisläufe eine stetige Energiefluß-Absenkung und ordnende Energetik der dissipativen Kreisläufe bei entsprechender Kühlung an den Phasengrenzflächen vorhalten vom IPCC geleugnet wird. Ferner ist mir unerklärlich wie die Wissenschaft soweit korrumpieren konnte, dass sie nicht einmal mehr die einfachsten Zusammenhänge zum Überleben und die Nachhaltigkeit der zunehmend globalen Gesellschaft bezüglich ihrer Gestaltung der Hardware (physisches System) und der Software (ökosoziales Ökonomiesystem) darstellen und steuern kann. Im Gegenteil die Ächtung der Klimaskeptiker und das Ablehnen einer breit geführten wissenschaftlichen Debatte scheint unsere heutige Wissenschaft in eine Krise zu führen, die wir historisch im Mittelalter und in Zeiten des Verfalls politischer Kultur zwar bereits erfahren haben. Diese politisch gesteuerten Großforschungseinrichtungen bedrohen mit kaum mehr überbietbarer numerischer Akrobatik, ihrer dogmatischen Einfalt und ihrer scientific correctness“ das globale Überleben und gefährden durch Steigerung der Irreversibilität unsere Zukunft. Die nichterneuerbaren Energien können einfach über die Treibstoffbesteuerung und Transportbesteuerung auch ohne Klimasimulationsmodelle beliebig geschont werden.

Lieber Michael, bitte bringe mich wieder auf bessere Gedanken für die nächste Zukunftspost oder lasse mich aus diesem wissenschaftlichen Albtraum erwachen. Nächstens werde ich dann etwas Zukunftsfähigeres diskutieren. Versprochen!

Beste Grüsse aus Berlin Dein Willy

Sonntag, 1. März 2009

Anfang und Endlichkeit

Lieber Willy,

Du hast mir in Deiner letzten Zukunftspost einige Stichworte geliefert, die ich gerne aufgreifen und damit „an den Beginn“ unserer Realität führen möchte. Das klingt vielleicht ein wenig großspurig, ich glaube aber, dass es ganz gut ist, zuerst einmal einen weiten Rahmen zu spannen, um dann unsere Entwicklung in die Zukunft hinein zu diskutieren, ganz entlang der Linien, die Du schon in den Sand gezeichnet hast.
In Deinem letzten Beitrag kommen immer wieder begriffe wie „zelluläre Strukturen“, „Phasenlagen“ und auch der Begriff des „Energiepulses“ vor. Da möchte ich einhaken und meine Sicht der Logik der Entwicklung geben.
Warum haben wir eine Realität, die vom Begriff der Endlichkeit dominiert wird? Was bedeutet Endlichkeit? Was hat Endlichkeit mit Entwicklung zu tun? Diese Fragen möchte ich heute auf’s Korn nehmen.
Es gibt natürlich viele metaphysische Erklärungen für den Ursprung unserer Realität, unserer Religionen sind voll davon. Es gibt auch die naturwissenschaftliche Metaphysik des Urknalls, eines singulären Ereignisses für das die Regeln unserer Wissenschaft nicht gelten dürfen, dass aber für sich die Grundlage aller dieser Regeln sein soll. Mit diesen Erklärungen will ich mich nicht aufhalten, obwohl ich wie jeder andere Mensch auch meine eigene metaphysische Erklärung parat hätte. Was mich eigentlich interessiert ist die logische Folge von Endlichkeit.
Endlichkeit erfordert immer „ein anderes“. Wenn etwas irgendwo endet, muss zwangsläufig an dieser Grenze etwas anderes beginnen, und wäre es nur der „Raum außerhalb“. Endlichkeit ist die Grundbedingung für Wahrnehmung im Besonderen und Wechselwirkung im Allgemeinen: Beides ist nur möglich, wenn wir mindestens zwei Einheiten haben, und das impliziert das beide endlich sind. Wären sie nicht von einander abgegrenzt, wäre eines von ihnen „unendlich“, könnten sie sich nicht wahrnehmen oder anders miteinander in Wechselwirkung treten.
Umgekehrt wäre ohne Wechselwirkung (und „Wahrnehmung“ ist ja nur eine spezielle Form der Wechselwirkung) alles unendlich: Würde keine Wechselwirkung auftreten, gäbe es keine Wahrnehmung von „etwas anderem“, keinen Beweis für die Begrenzung und wir würden wieder bei der Unendlichkeit landen. Das wäre insofern ganz praktisch, als wir dann mit unserem naturwissenschaftlichen Latein am Ende wären und uns gelassen zur Ruhe setzen könnten. Die Realität ist aber eben auf dieser Endlichkeit und dem damit logisch verknüpften Begriff der Wechselwirkung aufgebaut und wir müssen daher noch weiter nachdenken. Wir wollen aber festhalten, dass Endlichkeit und Wechselwirkung zwei logisch verknüpfte, untrennbare Begriffe sind. Sie liegen unserer Realität zu Grunde. Die Realität würde es daher ohne die Endlichkeit ihrer Teile nicht geben, ohne Deine „zellulären Strukturen“ wäre alles unendliche Ursuppe, wie immer wir die nennen wollen.
Jedenfalls wäre sie nicht „real“.
Was unsere Realität also zusammenhält ist die Wechselwirkung zwischen ihren endlichen Teilen. Wechselwirkung ist aber eben genau das: Wechsel-Wirkung. Jede Wechselwirkung (natürlich auch Wahrnehmung wie gescheite Leute von Buddha bis Schrödinger erkannt haben, verändert die teilnehmenden Teile der Realität. Ganz zwanglos kommen wir daher vom Konzept der Endlichkeit zu jenem des Ablaufes, der Zeit. Ganz schön effizient für einen so kurzen Text.
Energie ist in dieser Sicht wohl nichts anderes als eine „Grundwährung“ der
Wechselwirkungen in der Realität. Wenn zwei Einheiten in der Realität, zwei Dinge, zwei „zelluläre Strukturen“ mit einander in Wechselwirkung treten, so ist immer auch ein Energieaustausch damit verbunden. Dieser Austausch verändert immer die Einheiten, die an diesem Austausch teilnehmen. Denken wir etwa an zwei Körper, einen mit hoher Temperatur (etwa den Ofen in einer Schihütte) und einen mit geringerer Temperatur (etwa einen durchfrorenen Tourengeher). Diese beiden Einheiten tauschen Energie aus und werden verändert. Aus dem durchfrorenen Tourengänger wird ein wohlig gewärmter, glücklicher Mensch mit Zeit und Muße, sich über seine Tour zu freuen. Der Ofen hingegen kühlt langsam ab und geht aus, wenn er nicht mit weiteren Holzscheitern durch unseren Tourengeher gefüttert wird. Beide ändern aber durch die Wechselwirkung, durch den Energieaustausch zwischen ihnen, den Charakter.
Entscheidend ist hier, dass zwischen den Einheiten, die mit einander in Wechselwirkung treten, zwei Grundbedingungen erfüllt sind: Sie müssen miteinander in Verbindung treten können, etwa dadurch, dass sie an einem gemeinsamen Feld teilnehmen. Und es muss einen Unterschied geben, den es auszugleichen gilt, eine Potentialdifferenz. Bei unserem Beispiel ist das ganz einfach: Sie treten durch Strahlungsfelder und durch den Wärmetransport durch die Luft in der Stube miteinander in Verbindung und ihre Temperatur ist unterschiedlich.
Du hast nun in Deinem Brief noch auf einen weiteren Begriff hingewiesen, den des „Pulses“. Das ist nichts anderes als wenn diese Wechselwirkung, der Energieaustausch, eine zeitliche Veränderung aufweist: Er ist einmal stärker, einmal schwächer. Wir alle kennen natürlich dieses Phänomen. Es ist nichts anderes als der Wechsel von Tag und Nacht, von Jahreszeiten, aber auch von Ebbe und Flut, von Niederschlag und Trockenheit. Es ist kurz die Art und Weise, wie wir unsere Realität erleben, die ja nicht ein einförmiges Dahingleiten sondern eben eine abwechslungsreiche Überlagerung ganz unterschiedlicher Prozesse ist.
Der Puls ändert alles! Er ist dafür verantwortlich, dass wir Strukturen aufbauen und er ist die Grundlage jeder Selbstorganisation. Ich glaube, die Bedeutung, die wir diesem Phänomen beimessen ist das Große Verbindende Band zwischen unseren Ideen. Vielleicht sollten wir uns daher in den nächsten Briefen unserer Zukunftspost intensiv damit auseinandersetzen, was Puls für uns bedeutet.
Ich freue mich schon sehr auf Deine nächste Zukunftspost! Für heute viele Grüße

Dein Michael


Sonntag, 1. Februar 2009

Die Zeitenwende aus Sicht der Natur

Lieber Michael,

Herzlichen Dank Deinem Sohn für die Einrichtung des Blogs „Zukunftspost“. Du hast mich überzeugt diesen Blog der Zeitenwende zu widmen, die nun mit der weltweiten Krise des ökonomischen Systems über uns endgültig hereingebrochen scheint. Wie ich Deinen Zeilen entnehme, siehst auch Du in dieser Zeitenwende eine historische Zäsur die weltumspannend und geschichtlich einmalig ist. Aber sie birgt auch Chancen für unsere Zukunftsfähigkeit.

Vielleicht sollte ich versuchen den Gedanken zu vertiefen und begründen warum diese Wende eine singuläre Situation darstellt die zwangsläufig ob wir wollen oder nicht unser Weltbild jetzt nachhaltig ändern wird und muss.

Der Prozess Natur hat sich im Lauf der erdgeschichtlichen Evolution, die zu keinem Zeitpunkt einen kontinuierlichen Prozess darstellte, sondern immer als ein die Nachhaltigkeit des energiedissipativen Systems Erde steigerndes Krisenmanagement der Natur verstanden werden kann, gezeigt.

In der Natur scheint es, dass immer dann, wenn durch die Erschöpfung von Ressourcen (wie Raum bzw. Fläche und ihre Ausstattung, Energie oder die menschliche Intelligenz (verstanden als Fähigkeit, räumliche und zeitliche Phasenabläufe zu erkennen und diese aktiv zu nutzen) die Grenzen des Wachstums erreicht wurden und als Folge davon ein übergreifender Strategiewechsel erzwungen wurde. Der Strategiewechsel war immer damit verbunden, dass die Produktivität bzw. die Reproduktivität der Pionierorganismen als Optimierungsziel bei Ressourcenlimitierung zugunsten eines die Kreisläufe bedingenden Beziehungsgeflechts übergeben werden musste. Nicht mehr Einzelobjekte oder Populationen bestimmten die Qualität des Systems sondern die Vollständigkeit der zunehmend verorteten und weitgehend geschlossene Kreisläufe führten zu zellularen, verlustarmen den Energiepuls dämpfenden Strukturen von längerer Nutzungsdauer und höherer Stabilität durch verringerten Ressourcenbedarf. Der ursprünglich höheren Systemoffenheit (2. Hauptsatz der Thermodynamik) geprägt durch höhere irreversible Verluste (durch Verluste von Nähr- und Mineralstoffen mit den Flüssen zum Meer) wurde durch bessere Kopplung und Verortung entgegengewirkt. Die verschiedenen Reaktionsprozesse (oxidativer und reduktiver Natur) erzielten allmählich durch immer engere Kopplung in Raum und Zeit einen ausgeglichenen P(roduktions)/R(espirations) Quotienten von etwa 1 auf immer kleineren Flächen.

Die (Öko)Systementwicklung von der ersten (Etablierungsphase) in die zweite Phase der Optimierung zur Nachhaltigkeit war geprägt von zellularen Strukturen mit internalisierter Subsistenz und deren Kopplung zu immer geschlosseneren Kreisläufen bei minimierten Stofftransporten. Die Entwicklung der Artenvielfalt war so gesehen erst eine Folge des Strategiewechsels und nicht seine Voraussetzung. Als solche kann auch die Artenvielfalt nicht geschützt werden sondern bestenfalls der zwangsläufige dynamische (energiedissipative) Prozess der Natur zum Erhalt der Spezies Mensch.

Dieser naturgegebene Rahmen stellt sozusagen die Hardware dar, der die Voraussetzung für unsere „sozioökonomische“ Software bildet. Die ökosoziale Software ist jedoch vom ewigen ökonomischen Wachstum abhängig und von soviel Beliebigkeit geprägt, dass diese die Hardware irreversibel beschädigt, indem sie den Prozess Natur in seinem Streben zu höherer Nachhaltigkeit durch Schließen der Kreisläufe entgegengewirkt. Die einst fruchtbaren oberflächennahen Böden verlieren durch zunehmend rascher versickerndes Wasser die Nähr- und Mineralstoffe über die Flüsse zum Meer. Die Landschaft vertrocknet, die Varianz des Klimas nimmt zu, die Vegetation verkümmert und Wüsten breiten sich aus. Ablandige Winde erwärmen das Meer und schmelzen die küstennahen Gletscher während die Eisdecken über Land bereits wieder zunehmen.

Als Beispiel möchte ich die vom Menschen verursachte Klimaänderung anführen. Unbestritten ist, dass sich das Klima ständig und vom Menschen ausgelöst ändert. Die Analysen und die Klimamodelle sind jedoch so unvollständig und fehlerhaft, dass die gesellschaftlichen Ansätze große Risiken enthalten, die Gefahren nicht zu erkennen sondern eher einen weiteren Anstieg der Klimavarianzen beschleunigt zu erzeugen. Eigentlich ist es ein wissenschaftlicher Skandal nur Strahlungsbilanzen für die Klimamodelle heranzuziehen und anzunehmen, dass nur die Veränderung von Spurengasen wie Kohlendioxid und Methan, die sogenannten trockenen Treibhausgase das Klima beeinflussen. Als Gegenmittel zur Rettung von Atmosphäre und Klima will man Verschmutzungszertifikate verkaufen, obwohl der Treibhauseffekt der Axiomatik für die Naturwissenschaft, der Thermodynamik widerspricht. Fürwahr ein Ablasshandel der besonderen Art. Die Eingriffe in den Wasserhaushalt, die Zerstörung des Kühlsystems von Kontinenten durch Veränderung der Vegetationsdecken und Austrocknung der Böden, die verhinderte Verdunstung an Land, die stark erhöhten zentralisierten Wasserdampfemissionen der großen thermischen Kraftwerke und die ständigen Änderungen der Wärmekapazitäten und Oberflächenenergien an den nicht mehr verdunstungsfähigen Landgebieten, die Energiedissipativität von Wasser- und Stoffkreisläufen den die verdunstende Oberfläche und das die Oberfläche der Ozeane übertreffende Blattwerk der Bäume und anderer Vegetation, die aus der Wechselwirkung zwischen Erde und Sonne betrieben werden und kühlen sind es die das Klima maßgeblich beeinflussen. Diese wissenschaftliche Lügen, ursprünglich gut gemeint um die notwendigen fossilen Brennstoffe verfügbar und bezahlbar zu halten, deuten auf ein Komplott einer weltweit gekauften Wissenschaftslobby hin und einer korrumpierten Politik die im Bau von Kernkraftwerken und dem Vergraben von Kohlendioxid in Böden der politischen Weisheit letzten Schluss und Geldquelle für die Aktionäre der Energielobby sieht. Die Plünderung der Bürger durch inflationären Zertifikathandel und dem öffentlichen Gelddrucken um die Misswirtschaft der Banken zu verstecken rundet den beschleunigten Verfall der europäischen und westlichen Gesellschaften und Kulturen ab. All dies sind Folgen der Grenzen des Wachstums, Indikatoren für den Verfall aber auch die Hoffnungsträger für eine Beschleunigung der Zeitenwende und für neues Grün aus den Ruinen der Industriegesellschaft.

Warum mir dies so wichtig scheint ergibt sich aus dem Titel unseres Blogs „Zukunftspost“.

Wenn wir einerseits die Zukunft als Reflexion der Gegenwart, andererseits die Natur und deren nachhaltige Funktion als notwendige Voraussetzung für eine intergenerative Gerechtigkeit in Zukunft sehen wollen, ergeben sich aus dem oben gesagten zwangsläufig eine Reihe von Konsequenzen, die wir in unserer Zukunftspost behandeln wollen.

Die Landschaftsfläche in Wechselwirkung mit der Sonne scheint mir die wichtigste Ressource für jegliche Subsistenz der menschlichen Gesellschaft zu sein. Lebensraum, Wasser, Energie, Lebensmittel, Boden, Atmosphäre, Klima und Bodenfruchtbarkeit stellen das Tragwerk der Gesellschaft und das täglich notwendige Brot dar. Weniger als 3% der Gesellschaft in Deutschland bewirtschaften über 80% der Landesfläche und dies weitgehend nach planwirtschaftlichen Gesichtspunkten am Subventionstropf. Die Produkte der Natur für das tägliche Leben, die ursprünglich Leben spendende Matrix aus dem Land der Verheißung, dem „Paradies“ wird zunehmend zur Wüste. Der Apfel vom Baum des Lebens ist zur Hälfte gegessen, zur Hälfte gefault. Gemessen wird heute noch Subsistenz am verzerrten Weltmarktpreis, einer durch steuerfinanzierten Straßenbau subventionierten Logistik einer weitgehend kolonisierten, geplünderten Welt und bezahlt durch den Export einer versklavenden Industrie und dem virtuellen Geld einer durch Gier außer Kontrolle geratenen Ökonomie.

Der Abgesang des industriellen Zeitalters sollte jedoch auch ein Abschied von dem heute noch stark vorherrschenden Begriff der Komplexität sein. Diese scheint der Schleier zu sein, der die heutige Gesellschaft von einem tieferen Systemverständnis trennt und der Grund für zunehmende existenzielle Ängste aber auch die Triebfeder für die Evolution unserer Intelligenz.

Wenn wir menschliche Intelligenz als die Fähigkeit räumliche und zeitliche Phasenlagen zu erkennen, diese zur Schließung von Kreisläufen zu nutzen und damit richtungssicher die Nachhaltigkeit (kurz- mittel- und langfristig) unseres Planeten steigern, dann kann uns die heutige Situation vielleicht den Sprung zur ultimativen Menschwerdung ermöglichen.

Es gilt die noch immer beliebig gesetzten Systemgrenzen unserer Teilsysteme so zu setzen, dass die Geschlossenheit der Stoffflüsse ein Maximum in einem zellularen System und die vorhandenen Restpotentiale aus der Wechselwirkung mit der Sonne ein Minimum werden.

Der intelligenteste Temperaturausgleich zwischen Tag und Nacht würde lokal die stabilsten dissipativen Strukturen schaffen und der Metabolismus dieser Strukturen bei minimierten irreversiblen Verlusten nahezu einen idealen Hilbert Raum (störungsfreien, vollständigen Raum) ermöglichen, wie dies in der zellularen und organismischen Organisation auf den untersten fraktalen (selbstähnlichen Ebenen der Moleküle, Zellen und Organismen bei optimierter Vergesellschaftung) bereits der Fall ist. Dieser dynamische Zustand ist gekennzeichnet durch zunehmende Geschlossenheit. Bei einem Minimum an Transport und maximaler Geschlossenheit wird der Zufall laufend minimiert und die Entropie sowie die Temperatur abgesenkt.

Mit dem in diesem Zusammenhang auftretenden wichtigsten Stoff der diese interessantesten Eigenschaften ermöglicht, werden wir uns in den nächsten Blogs unserer Zukunftspost beschäftigen, nämlich mit dem Wasser.

Willy

Sonntag, 25. Januar 2009

Anstatt eines Vorwortes


Lieber Willi,

nun hat mein Sohn Benedikt einen Blog eingerichtet, so wie wir das vereinbart haben. Die „Zukunftspost“ ist aus der Taufe gehoben!
Diese Zukunftspost haben wir zwei ja als ganz interessantes Experiment gedacht: Ein Buch in offenen Briefen, für alle, die es interessiert offen. Wir wollen über unsere „Zukunftspost“ schön langsam eine revolutionäre Sichtweise der Entwicklung unserer Welt schaffen, sowohl aus wissenschaftlichem Blickwinkel als auch aus unserer persönlichen Erfahrung heraus. Wie in einem Ping-Pong Spiel wollen wir über diese „Zukunftspost“ uns gegenseitig immer wieder fordern, jedem „Ping“ eines Briefes von mir soll ein „Pong“ eines Briefes von Dir folgen. Gemeinsam sollen diese Briefe schließlich eine immer weiter fortlaufende intellektuelle Auseinandersetzung mit den Grundfragen von Entwicklung, aber auch mit der Bedeutung der Erkenntnisse, die wir gemeinsam erarbeiten für die Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft, werden. Keiner von uns beiden weiß, wohin uns unser Experiment schließlich führen wird. Das einzige, was wir uns wirklich vornehmen wollen ist, dass uns in dieser Diskussion keine Konventionen, keine „political correctness“ und kein Vorurteil aufhalten sollen. Wir wollen hier vor den Augen aller interessierter Lesrinnen und Leser ganz einfach eine jener offenen und für mich so bereichernden Diskussionen abführen, die ich schon öfter das Glück hatte, mit Dir führen zu dürfen!
Vielleicht sollte ich aber, um einen Einstieg in unsere „Zukunftspost“ zu schaffen, einmal einige meiner Grundthesen festhalten. Das soll anderen Kolleginnen und Kollegen einmal die „Blattlinie“ unserer „Zukunftspost“ darstellen, damit sie auch gleich wissen, ob es sich für sie auszahlt, dieses Post auch weiterhin zu lesen. Andererseits hoffe ich natürlich, dass Du genug Stoff in diesen Thesen findest, um mir ein gehöriges „Pong“ auf mein freches „Ping“ um die Ohren zu schmettern. Denn jedes Ping-Pong kann nur dann gut werden, wenn man einen ordentlichen Aufschlag über das Netz dreht. Na, dann los:
Die Welt, so wie ich sie sehe:
Die Zeitenwende ist da
Wir stehen vor einer gewaltigen Zeitenwende. Ein neues Zeitalter, in dem sich die Menschheit untereinander und mit der natur vernetzt, steht vor der Tür. Dieses Zeitalter kommt nicht, weil wir sie herbeiwünschen und herbeireden. Es ist ein ganz logischer Schritt in der Entwicklung der Menschheit. Nachhaltigkeit wird das kennzeichnende Paradigma dieser neuen Zeit sein. Sie kommt, ob wir wollen oder nicht.
Dieses neue Zeitalter ist die Folge eines tiefgreifenden Wandels in unserem Weltbild. Solche Wandel sind natürliche Schritte der Entwicklung der Menschheit, sie kommen in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen vor. Die Kopernikanische Wende, die den Menschen aus dem Mittelpunkt des Universums gedrängt hat und die Naturwissenschaft als Erklärungsmuster etabliert hat, war die letzte solcher Geisteswenden.
Die jetzige Zeitenwende basiert auf den Erkenntnissen der Naturwissenschaften des 20. Jahrhunderts. Relativitätstheorie, Quantenphysik und Theorie der Selbstorganisation sind die Schlüsselbegriffe dieser Wende. Ohne auf diese einzelnen Erkenntnisse hier einzugehen (wir werden noch genügend Raum für Wissenschaft in diesem Blog haben!) kann man zusammenfassen, dass aus dieser neuen Weltsicht Realität plötzlich nichts fest Vorgegebenes, sondern etwas dauernd Ablaufendes, Prozesshaftes ist. Nichts ist mehr „einzeln“ und isoliert, alles ist miteinander in Verbindung und im Austausch von Energie und Stoff. Wahrnehmung als aktiver Prozess zwischen Teilen eines Ganzen wird zum „Produktionsprozess“ der Realität.
Die neue Holistische und Vernetzte Realität
Diese neue Weltsicht ist aber nicht nur ein kultureller Vorgang, sondern ein gesamthafter Entwicklungsschub, der alle Aspekte unserer Gesellschaft erfasst. Die Erkenntnis der Vernetztheit innerhalb unserer Weltgesellschaft, aber auch mit der Mitwelt bestimmt in zunehmendem Maß unser politisches Handeln. Wir haben Hungersnöte in anderen Kontinenten in den Fernsehern unserer Wohnzimmer, wir sehen Konflikte im Nahen Osten als unsere Konflikte an, wir erkennen ihre Wirkung in Zuwanderung, Kulturauseinandersetzung und sogar Terror. Wir sehen unsere Wirkung auf das globale Klima (über das wir in diesem Blog noch sehr viel mehr und auch zur derzeitigen Sichtweise widersprüchliches sagen werden!) als eine umfassende Herausforderung der menschlichen Gesellschaft an. All diese Veränderungen in der „Software“ unserer menschlichen Gesellschaft sind noch relativ neu, sie sind Ausdruck dieser neuen Weltsicht und auch der Technologie, die sie mit sich bringt.
Hier kommen wir zu einem ganz besonders interessanten Aspekt des Weltbildwandels und der Zeitenwende: Sie sind beide schon da und manifest. Sie wirken nicht nur durch ihre intellektuelle Attraktion, sie sind vielmehr Fleisch oder besser Metall und Plastik geworden. Ohne Quantenphysik kein Microchip, kein Computer, kein Handy, nicht einmal ein modernes Auto oder gar ein Flugzeug. Im Gegenzug verändern diese Technologien unsere Kultursoftware. Wir sind über sie mit allem verbunden, wir haben instantane Information über alles, was wir wollen, an jedem kleinen Laptop hängt das ganze Wissen der Menschheit wie ein gigantisches Informationshologramm in der Form des „www“, des „world wide web“. Das sagt ja bereits in seinem Namen alles.
Aber wir sind auch sonst munter vernetzt. Wir hängen an Stromnetzen, an Gasnetzen, an Wassernetzen. Ohne sie ist unsere Gesellschaft nicht mehr lebensfähig, wie die bedrohlichen Erfahrungen von ganz kurzen, nur Stunden dauernden Stromausfällen jedem Betroffenen eindringlich nahebringen.
Daher ist eine meine Grundthesen ganz einfach: Wir leben schon in der Zeit der Nachhaltigkeit, der Vernetztheit, der neuen Weltsicht. Wir wissen es nur noch nicht.
Die neue Wissenschaft
In diesem neuen Zeitalter bleibt kein Stein auf dem anderen, es ist ein ebenso radikaler Bruch in der Geschichte wie es der Beginn der mechanistischen Neuzeit im Vergleich zum scholastischen Mittelalter war. Natürlich trifft das auch auf die Wissenschaft, ihre Methoden und vor allem ihre Erkenntnisse zu.
In dieser neuen Zeit ist alles prozesshaft, ablaufend. Nix is fix, wie es bei uns in Österreich so schön heißt. Auch die Wissenschaft nicht, auch nicht ihre Erkenntnisse (übrigens natürlich auch nicht unsere, die wir in diesem Blog hier darstellen werden!). Ein wesentliches Resultat dieser Prozesshaftigkeit ist der Verlust des Anspruchs auf absolute Wahrheit, den die Wissenschaft sich gewöhnt hat zu erheben. Wissenschaft wird zum Prozess der intellektuellen Auseinandersetzung mit der Realität, ein Akt der Reflexion.
Das rückt Wissenschaft nicht weniger, sondern stärker in das Zentrum des gesellschaftlichen Diskurses, der unsere Kultur weiterentwickelt. Wissenschaft wird von ihrer unangenehmen und statischen Richterrolle entbunden, die sie derzeit in unwürdiger Weise in der Form von Gutachten und Gegengutachten zum Spielball der Mächtigen macht. Sie wird vielmehr zum Blindenstock der Gesellschaft, notwendig, um sich voranzutasten, lebenswichtig, um vor Gefahren zu warnen. Nur wenn die Gesellschaft diesen Blindenstock hat und auch richtig einsetzt, wird sie sich in dieser neuen Zeit zurechtfinden, in der alles vernetzt, komplex und im Fluss ist.
Das bedeutet natürlich auch, dass viele der bisher ehern festgeschriebenen „Naturgesetze“ plötzlich in der Nacktheit ihrer tatsächlichen Bedeutung da stehen. Sie sind nicht mehr als menschgemachte Theorien, mehr oder weniger durch die Realität bestätigt, aber eben nicht „wahr“ und „ewig“. Sie warten nur darauf, dass irgendwer sie widerlegt, wie das schon Karl Popper geschrieben hat. Deshalb sind sie nicht weniger hilfreich. Sie sind notwendig, um eben weiterzukommen und weiterzuforschen. Sie sind Meilensteine, keine Zielflaggen.

Aus diesem Grund werden wir auch in unserem Blog ganz ungeniert einige dieser Heiligtümer recht frech angehen. Wir haben zwar ebenso nicht den Anspruch auf volle Wahrheit. Aber wir können vielleicht einige interessante Beiträge zum Grundverständnis von Entwicklung leisten. Das wird unser Hauptfokus sein: Wir sind nicht an den großen Trends, an ihrer Interpretation interessiert. Wir wollen diskutieren, wie sich Strukturen entwickeln, welche neuen Wege es gibt, Grundeigenschaften von Entwicklung zu erklären und wie sich diese Erkenntnisse auf unsere ganz praktischen Entscheidungen auswirken. Unser intellektuelles Tischtennismatch soll nicht Zukunftsforschung sein. Es soll zeigen, wie man Zukunft macht!

Damit viele Grüße nach Berlin

Dein Michael